Julians Abschied

Schon wieder ist der Punkt gekommen, an dem ich mich von den Bewohnern des Kinderdorfes Tani verabschieden muss und in mein europäisches Leben zurückkehre.

Und auch diesen Sommer ist meine Zeit in Kambodscha wieder schneller vergangen, als es mir Recht war.

Im Kinderdorf gibt es immer viel zu tun und ich hoffe, dass ich durch den täglichen Englisch- und Deutsch-Unterricht, den Erste Hilfe Kurs sowie zahlreiche andere Tätigkeiten, die im Alltag anfallen, helfen und unterstützen konnte. Allen voran ist mir aber immer die tiefe und persönliche Bindung zu den Kindern und Mitarbeitern wichtig und all die schönen und traurigen Momente, an denen ich an ihrer Seite sein und eine emotionale Stütze für sie sein darf.

Es fällt mir jedes Mal sehr schwer, mich von meiner kambodschanischen Familie zu trennen. Aber allein die Tatsache, dass ich nun zum vierten Mal einen Abschiedsbericht für unsere Homepage verfasse, zeigt, dass es immer ein Wiedersehen gibt. Auch dieses Mal kann ich zwar nicht genau sagen, wann ich das nächste Mal nach Tani kommen werde, aber es wird sich immer eine Möglichkeit finden – und das wissen alle im Kinderdorf. Wir sind wirklich über die Jahre immer mehr zu einer Familie zusammengewachsen und inzwischen aus dem Leben des anderen nicht mehr wegzudenken – und gerade das hat auch diesen Sommer wieder so ereignisreich und schön gemacht.

Julian Köb