Mülltrennung in Kambodscha

 

„Reisfelder, Hitze, strahlende Gesichter und Plastikmüll” ist meine Standardantwort für jeden, der mich nach einer Beschreibung von Kambodscha fragt. Nachdem es in Kambodscha im Grunde keine Müllabfuhr gibt, landet der meiste Müll einfach am nächstbesten freien Fleck am Boden.

 

 

 

Im Kinderdorf haben wir deshalb ein Müllprojekt gestartet, um die nächste Generation für dieses Problem zu sensibilisieren. Die Kinder haben bereits bei Vorlesungen wie „Plastic Free Cambodia” teilgenommen und auch wir haben ihnen im Englischunterricht die Wichtigkeit von Mülltrennung erklärt. 

 

 

 

Die Kinder halfen sofort mit, als sie die lustigen neuen Mülleimer und schönen Schilder sahen und alles war schnell aufgestellt und montiert. 

 

 

 

Wir haben insgesamt drei Müllstationen und trennen den Müll in vier verschiedene Eimer. Plastik, Metall und Glas können wir an Leute verkaufen die es daraufhin recyceln. Der organische Abfall kommt auf unseren Komposthaufen und wird dann für unsere Farm und Gemüse verwendet.

 

 

 

Da es für unseren restlichen Abfall leider noch keine andere Lösung gibt, wird dieser weiterhin verbrannt. Es sind aber bereits weitere Projekte in Planung, welche darauf abzielen, die durch die Verbrennung entstehende Wärmeenergie nutzbar zu machen.

 

 

 

Raffael Wendlinger

 

österreichischer Auslandsdiener in Kambodscha