ZUKUNFT FÜR UNSERE KINDER

 

Häufig stellt man uns die Frage: „Was machen die Kinder eigentlich, wenn sie die Pflichtschule absolviert haben?“ Hierfür haben wir eine ausgezeichnete Lösung gefunden. Es gibt in Kambodscha einige Schulen der Salesianer Don Boscos. Diese Organisation genießt weltweit einen sehr guten Ruf. Don Bosco hat rund 600 Projekte und Standorte in über 130 Ländern und hilft hauptsächlich benachteiligten Kindern und Jugendlichen. Schulen der Salesianer Don Boscos haben sehr hohe Bildungsstandards und arbeiten mit Lehrern und Volontären aus der ganzen Welt zusammen. Unser Ziel ist es, dass alle unsere Kinder nach Abschluss der Highschool in eine dieser Schulen gehen.


Für unser Kinderdorf kommen zwei dieser Schulen in Frage, eine davon befindet sich in Kep (ca. 1,5 Autostunden vom Kinderdorf entfernt). Die andere ist in Sihanoukville (ca. 3 Stunden entfernt). In beiden Schulen können unsere Kinder eine zweijährige Ausbildung machen. Zur Auswahl steht eine Vielfalt von Berufen, die erlernt werden können. Mit dem Zertifikat, das die Kinder nach Abschluss der Ausbildung erhalten, haben sie bereits beste Chancen auf eine erfolgreiche Zukunft im Berufsleben. Außerdem wird die Ausbildung mit zwei Jahren Universität für gleiche Ausbildungszweige  gleichgesetzt, vorausgesetzt, sie haben zuvor die Highschool abgeschlossen. Das heißt, wenn sie nach der Ausbildung bei Don Bosco ihr Studium in der von ihnen gewählten Richtung weiterführen wollen, können sie an der Universität im dritten Jahr beginnen.
Hier finden Sie eine Liste der möglichen Ausbildungen in den beiden Schulen.

Don Bosco Kep bietet Ausbildungen in folgenden Bereichen:
•    Kaufmännische Ausbildung
•    Soziale Kommunikation
•    Elektrik
•    Informatik
•    Kunstvermittlung
•    Landwirtschaft
•    Gastgewerbe

Don Bosco Sihanoukville bietet Ausbildungen in folgenden Bereichen:
•    Elektrik
•    Gastgewerbe
•    Kaufmännische Ausbildung
•    Mechanik
•    Metalltechnik

Es wird eine Aufnahmeprüfung benötigt, um in einer Don Bosco-Ausbildungsstätte einen Platz zu bekommen. Diese findet jedes Jahr im August statt, eineinhalb Monate später beginnt der Unterricht. Unser Direktor Bunthol sorgt für eine gute Vorbereitung auf den Test und organisiert auch sonst alles, was mit der Ausbildung bei Don Bosco zu tun hat. Er kommuniziert regelmäßig mit der Leitung von Don Bosco, gibt den Kindern Tipps und ist auch in ihrer Zeit dort ein  ständiger Begleiter und Berater. Er wird ständig in Kontakt mit den Kindern sein und wird sie bei allen möglichen Dingen unterstützen, auch wenn es um ihre Zukunft nach Don Bosco geht.

Alle Ausbildungen beinhalten mindestens 18 Unterrichtsfächer. Englisch und Informatik sind Unterrichtsfächer, die in allen Ausbildungen enthalten sind. Deshalb ist es auch wichtig, dass wir den Kindern bereits im Kinderdorf gutes Englisch und mindestens die Grundkenntnisse am Computer beibringen. Auch soziale Kompetenzen werden als eigenes Unterrichtsfach in allen Ausbildungen behandelt. Don Bosco legt großen Wert auf Teamwork. Es soll ein gutes Sozialverhalten der SchülerInnen sowohl in der Schule als auch für das spätere Leben trainiert werden. Die meisten unserer Kinder haben bereits konkrete Pläne, was sie lernen wollen. Bunthol informiert die Kinder auch regelmäßig über alles, was sie über Don Bosco und die verschiedenen Ausbildungsmöglichkeiten wissen müssen.

Alle unsere Kinder haben bereits einen sicheren Platz in jeweils einer der beiden Schulen. Neben einer geringen Studiengebühr muss für die Schuluniform, Essen, Unterkunft und alltägliche Dinge aufgekommen werden. Deshalb sind die Kinder auch nach ihrem Aufenthalt im Kinderdorf weiterhin  auf Geld von Paten und Spendern angewiesen.
Das erste Kind, Vannara, ist bereits seit Oktober 2014 bei Don Bosco (Kep) und ist sehr zufrieden mit seiner Ausbildung dort. Er besucht das Kinderdorf regelmäßig und berichtet von seiner Ausbildung. Sein Englisch hat sich wirklich noch stark verbessert und er hat sich zu einem verantwortungsvollen, selbstbewussten jungen Mann mit konkreten Zukunftsvorstellungen entwickelt. Er lernt Hotelmanagement und will später in einem Hotel in Sihanoukville arbeiten. Wir freuen uns darüber, dass es ihm so gut gefällt und wünschen ihm nur das Beste für seine Zukunft.
Wir sind sehr glücklich darüber, unseren Kindern durch die Kooperation mit Don Bosco eine solide Ausbildung bieten zu können und damit einen weiteren Grundstein für ihre erfolgreiche und glückliche Zukunft zu legen.