Grenzenloses Engagement

Grenzenloses Engagement

Dass Hilfsbereitschaft keine Grenzen hat, zeigte die Schulgemeinschaft des BRG Imst mit ihrem vielseitigen Adventsprojekt für Tani. Mit vereinten Kräften sammelten die engagierten Schülerinnen und Schüler eine große Summe an Spenden für unser Kinderdorf.

Das im Advent veranstaltete Volleyballturnier mit über 100 sportbegeisterten Teilnehmern nutzen die Schülerinnen und Schüler, um Gelder zusammenzutrommeln. So berichten sie folgendes über ihre Initiative für Tani:
„Im Gegensatz zu den anderen Turnieren, die es bisher gab, ist es der diesjährigen Schülervertretung nicht nur wichtig die Schulgemeinschaft mit Spaß und Freude zu stärken und den Teamgeist zu fördern, sondern auch soziale Projekte und Organisationen zu unterstützen. Passend zur Weihnachtszeit wollen wir das aktuelle Adventsprojekt „Tani“ unterstützen. Um diesen Wunsch zu verwirklichen eröffneten wir am Turniertag ein Buffet, welches die Teilnehmer nicht nur mit selbst gebackenem Kuchen, sondern auch mit anderen kulinarischen Snacks versorgt hat. Sämtliche Einnahmen vom Buffet widmeten wir dem Adventsprojekt, zusätzlich legten wir das übrig gebliebene Sponsor Geld oben drauf und übergaben das Gesamtgeld den dafür zuständigen Lehrern.“

Doch auch bei weiteren Spendenaktionen fehlte es den freiwillig Engagierten nicht an Einfallsreichtum und Ideen. Der in der Halle des Gymnasiums aufgebaute Weihnachtsbaum galt als Symbol für gesammelte Spenden. So wurde jede eingegangene 20-Euro-Spende durch einen Christbaumbehang repräsentiert.

Bemerkenswert war nicht nur der prall geschmückte Christbaum, sondern auch der Einsatz der 2c-Klasse des Gymnasiums, welche rund ein Viertel der Gesamtspenden eingetrieben hat.

Ursula Magnes, Lehrerin am BRG, hat durch die Adoption kambodschanischer Kinder und durch die Patenschaft zu einem Kind in Tani einen besonderen Bezug zum Kinderdorf und somit den Anstoß für die Verwirklichung des Adventsprojektes gegeben. Sie findet treffende Worte: „So hat die Schulgemeinschaft des BRG Imst vielen kambodschanischen Kindern ein schönes Weihnachtsgeschenk gemacht!“

Es ist bewundernswert wie sich die Schulgemeinschaft des BRG mit großer Hingabe, Ausdauer und Begeisterung dem Adventsprojekt gewidmet und damit unser Kinderdorf großzügig unterstützt hat. Unser herzliches Dankeschön kommt daher von allen Kindern, Jugendlichen und Mitarbeitern des Kinderdorfes aber auch vom Vorstand des Vereins Tani und gilt allen Engagierten aus Imst, die eine Spende in solchem Ausmaß ermöglicht haben!
Danke für eure Unterstützung!

Jess Lair

 

„Kinder sind keine Dinge, die geformt, sondern Menschen, die entfaltet werden wollen.“

 

 

 

 

Tani wird unterstützt von

 About us:

 

 

Ziel des Projekts „Tani – Perspektiven für Kinder in Kambodscha“ ist es Waisen- und bedürftigen Kindern ein Leben in einem sicheren Zuhause, Zugang zu Bildung und ein kindergerechtes Aufwachsen zu ermöglichen.

 

 

 

So waren bei uns die Weihnachtsfeiertage

So waren bei uns die Weihnachtsfeiertage

Auf dem Markt in Tani, bei dem man sonst immer alles findet, was das Herz begehrt, kann man leider keinen Tannenbaum für den Weihnachtsabend kaufen. Darum haben wir uns kurzerhand dazu entschlossen, unseren eigenen Christbaum zu gestalten. Wir kauften bei einem Händler Baustahl, um daraus einen Ständer zu schweißen und sammelten Holz in der Umgebung, um es zuzuschneiden. Das Holz wurde anschließend auf dem geschweißten Ständer aufgefädelt und siehe da, der Christbaum war fertig.

Nachdem der Christbaum aufgestellt worden war, halfen alle beim Schmücken und Dekorieren. Lichterketten und ganz viel Glitzer durften dabei nicht fehlen. Aus Papier wurden bunte Ketten und Schneesterne ausgeschnitten. Mit Musik und vielen helfenden Händen war alles in kürzester Zeit fertig.

Nach dem Einpacken der Weihnachtsgeschenke konnte einem fröhlichen Weihnachtsabend nichts mehr im Wege stehen. Da es in Kambodscha normalerweise nicht üblich ist, Weihnachten zu feiern, ist der 24. Dezember ein gewöhnlicher Schultag für die Kinder. Im Buddhismus, welcher mit über 90% die Hauptreligion in Kambodscha ist, wird die Geburt Jesu zwar zur Kenntnis genommen, jedoch nicht gefeiert. Im Frühling feiern Buddhisten beim Vesakh-Fest die Geburt von Buddha, seine Erleuchtung und dessen Tod. Dieses Fest ist somit vergleichbar mit dem christlichen Weihnachtsfest.

  

Am Abend, als die Kinder nach Hause kamen, wurden nach dem gemeinsamen Abendessen Spiele gespielt, getanzt und gesungen. Für so viele Kinder gab es auch dementsprechend viele Geschenke. Obwohl es nur Kleinigkeiten waren, freuten sich die Kinder riesig. Nach der Bescherung gab es zum Abschluss eine Showeinlage der Mädchen, die eine Modenshow einstudiert hatten.

Tani wird unterstützt von

Hermann Gmeiner

“Ich weiß nichts Besseres, einem Kind zu helfen, als ihm eine Mutter zu geben, Geschwister zu geben, ein Haus, ein Dorf zu geben”

Über uns

Ziel des Projekts “Tani – Perspektiven für Kinder in Kambodscha” ist es Waisen- und bedürftigen Kindern ein Leben in einem sicheren Zuhause, Zugang zu Bildung und ein kindergerechtes Aufwachsen zu ermöglichen.

Als Europäer in Kambodscha

Als Europäer in Kambodscha

Was für Europäer unglaublich und manchmal auf den ersten Blick unerklärlich erscheint, ist für KambodschanerInnen gewöhnlicher Alltag. Im folgenden Bericht möchten wir Themen aufgreifen, die uns am meisten aufgefallen sind und immer wieder aufs Neue faszinieren.

Die ersten erstaunlichen Eindrücke, die wir als Europäer in Kambodscha wahrgenommen haben, waren der in der Luft liegende Staub, die unzähligen Mopeds im Verkehr und die teils unbefestigten, mit tiefen Schlaglöchern übersäten Straßen. Neben dem turbulenten Verkehr auf der Straße herrscht auch auf den Strommästen – aus europäischer Sicht – Chaos.

  

Beim genaueren Hinsehen fallen einem interessante Fahrzeuge auf. Motorräder mit vollbepackten, überdimensionalen Anhängern, überladene Minivans und Mopeds, die Streetfood oder sogar Hühner und Schweine transportieren. Da auf die Straßenverkehrsregeln nicht geachtet wird, machen KambodschanerInnen im Straßenverkehr durch dröhnendes Hupen auf sich aufmerksam.

Durchquert man die Straßen des ländlichen Kambodschas, winken einem als Europäer beinahe alle kambodschanischen Kinder mit einem lauten „Hello“ zu. Des Weiteren sieht man grüne Reisfelder so weit das Auge reicht. Der Reis, welcher nun fortlaufend geerntet und vor jedem Haus in großen Netzen getrocknet wird, stellt das Grundnahrungsmittel in Kambodscha dar. Darum gibt es hier zu jeder Mahlzeit drei Mal am Tag Reis mit unterschiedlichen Beilagen.

Der Buddhismus ist mit über 90% die größte Religion in Kambodscha. Die meisten buddhistischen Menschen glauben an Geister, weshalb so gut wie jedes Gebäude ein sogenanntes „Chumneang pteah“ besitzt. Meistens ist dies ein kleines buntes Häuschen, das auf einer Stelze steht und ein bisschen wie ein europäisches Vogelhäuschen aussieht – nur bunter.

 

Kambodscha wird nicht ohne Grund auch als Land der Hängematten bezeichnet. So ziemlich jeder Haushalt besitzt mindestens eine Hängematte, doch auch entlang der Straße oder am Markt findet man sie überall.

Hier in Kambodscha gibt es einiges Faszinierendes zu entdecken. So fremd die andere Kultur und Lebensweise anfänglich auch wirken mag, lernt man das Land sehr schnell schätzen. Die freundlichen und hilfsbereiten KambodschanerInnen zaubern einem immer wieder ein Lächeln ins Gesicht.

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Was war denn da los? Ursula bei uns in Kambodscha

Was war denn da los? Ursula bei uns in Kambodscha

Bereits zum 16. Mal kam Ursula nach Kambodscha, um die Kinder und Jugendlichen zu besuchen. Während ihres mehrwöchigen Aufenthalts hat sie nicht nur viel Zeit im Kinderdorf verbracht, sondern sich auch mit allen ehemaligen Kinderdorfkindern in den verschiedensten Städten getroffen. Diese Gelegenheit wollten wir nutzen und haben kurzerhand ein Interview mit ihr geführt:

Freiwillige: Was war dein persönliches Anliegen und dein Auftrag für deinen Besuch in Kambodscha?

Ursula: Das Wichtigste sind für mich natürlich die Kinder, denn sie sind das Ergebnis unserer Arbeit. Mein persönliches Anliegen ist die Entwicklung der Kinder zu verfolgen und den Kindern zu vermitteln, dass wir als Vorstand immer für sie da sind.

Freiwillige: Wo war der erste Stopp deiner Kambodschareise?

Ursula: Da ich in Phnom Penh gelandet bin, habe ich mich gleich zu Beginn mit den in Phnom Penh lebenden ehemaligen Kinderdorfkindern getroffen. Bei einem gemeinsamen Abendessen ist mir klar geworden, dass sie mittlerweile schon selbstständige, junge Erwachsene sind. Manche haben schon ihre eigene Familie gegründet.
Darüber hinaus ist es schön zu sehen, dass die Jugendlichen nach der Don Bosco Schule tolle Berufschancen und dementsprechende Arbeitsstellen, wie zum Beispiel in der Hotelbranche, haben. Toll ist auch, dass die Jugendlichen und jungen Erwachsenen immer noch Kontakt zur Tani-Familie haben und sich regelmäßig untereinander treffen.

Freiwillige: Bevor du nach Tani in das Kinderdorf gekommen bist, hat dich deine Reise noch woanders hingeführt. Wo warst du überall?

Ursula: Ja, von Phnom Penh ist es weiter nach Sihanoukville gegangen, um weitere ehemalige Kinderdorfkinder zu besuchen. Danach bin ich nach Kep zur Don Bosco Schule gefahren, damit ich mir ein Bild von der dortigen Lage machen konnte. Nach einigen Gesprächen stellte sich heraus, dass die Jugendlichen neue Laptops brauchen, die wir dann zusammen besorgt haben. Meine restlichen drei Wochen habe ich im Kinderdorf in Tani verbracht. Es ist jedes Jahr aufs Neue faszinierend, wie sich die Kinder entwickelt haben. Während meines Aufenthaltes habe ich Anliegen der Kinder sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aufgegriffen und umgesetzt.

Freiwillige: Eine Frage haben wir noch: Was hast du mit den unzähligen Zahnbürsten und Brillen vor?

Ursula antwortet lachend: Die Zahnbürsten und Zahnpasten sind natürlich für die Kinder im Kinderdorf und Umgebung. Jedes Jahr bekomme ich verschiedene Sachspenden, die ich überreiche. Da Brillen in Kambodscha sehr teuer sind, ist die Nachfrage jedes Jahr dementsprechend groß.

 

Freiwillige: Wie war dein Abschied?

Ursula: Nachdem ich mich vom Kindedorf herzlichst verabschiedet habe, konnte ich zu guter Letzt die neuen Studentinnen und Studenten im Studentenwohnheim in Phnom Penh besuchen. Stolz haben sie mir gleich ihre Haushaltsgeräte gezeigt, die sie mit mir am Tani-Markt gekauft haben.

Freiwillige: Danke für das Interview und die schöne gemeinsame Zeit mit dir!     

Jess Lair

 

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Eine ausgefallene Kombination: Über Meerestiere, Festtagskleider und vieles mehr

Eine ausgefallene Kombination: Über Meerestiere, Festtagskleider und vieles mehr

Angenommen, du brauchst Früchte zum Frühstück, Fische zum Mittagessen, Strohhüte und Handtücher zum Baden und einen knallbunten Pyjama zum Schlafen. In diesem Fall bist du auf dem Tani-Markt genau richtig. Wofür man in Europa zu verschiedenen Geschäften fahren müsste, braucht es in Kambodscha nur einen einzigen Marktbesuch.

Hier findet man alles, was das Herz begehrt – angefangen von Tintenfischen über Reiskocher bis hin zum Festtagskleid. Am Markt angekommen, begegnen einem Mopedfahrer und kauffreudige Kambodschanerinnen und Kambodschaner. Hat man die auf der Hauptstraße liegenden Fisch- und Obststände durchquert, findet man sich in der großen Markthalle wieder. In jener sind unzählige Stände und Läden eng aneinandergereiht. Inmitten des Marktgetümmels kommt einem insbesondere im Bereich, in welchem Fleisch verkauft wird, ein unangenehmer Geruch entgegen. Dennoch scheint dies niemanden davon abzuhalten, die Lebensmittel genau zu überprüfen sowie sich Zeit für die Preisverhandlung zu nehmen.

Es ist unerklärlich, aber dennoch wahr: In der gut gemeinten, großen Bankfiliale in Tani ist es nicht möglich, Euros in die kambodschanische Währung, Riel, zu wechseln. Bei einem der vielen Goldschmiede inmitten des Marktes wird einem jedoch sofort fast jedes Anliegen erfüllt.

 

Jeden Morgen fahren unsere Hausmütter zum Markt, um frische Lebensmittel wie Gemüse, Fisch oder Fleisch zu besorgen. Hier gilt die Devise: Je früher, umso besser. Fährt man bereits früh am Morgen, erhält man die besten Lebensmittel und hat die größte Auswahl.

Doch auch unsere Kinder fahren immer wieder zum Markt, um einzukaufen. Zu speziellen Anlässen dürfen sie sich etwas Außertourliches aussuchen. Bei den Mädchen sind beispielsweise Jeans, Schuhe oder Parfums beliebt. Beim letzten Mal wurden jedoch auch für das Studentenheim in Phnom Penh benötigte Haushaltsgeräte eingekauft.

So ein Marktbesuch, der kambodschanischer Alltag ist, ist wirklich ein Erlebnis.

Jess Lair

 

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Jetzt heißt es wieder: Die Schule ruft!

Jetzt heißt es wieder: Die Schule ruft!

Die Sommerferien neigen sich nun dem Ende zu und Anfang November beginnt für alle Kinder und Jugendlichen wieder die Schule.

In den ersten Schultagen helfen die Kids in Tani bei der Reinigung der Schule. Im Zuge dessen wird Müll gesammelt, im Garten gearbeitet, als auch gekehrt und geputzt.

Zu Schulbeginn wird am Schulgelände eine festliche Zeremonie abgehalten, an welcher Schülerinnen und Schüler verschiedenster Schulen teilnehmen. Erst am darauffolgenden Tag startet der reguläre Unterricht in den Schulklassen.

Auch dieses Jahr haben einige Jugendliche die Highschool vollendet und beginnen jetzt ein Studium oder eine Ausbildung. Vier der Highschool-Absolventinnen und Absolventen werden nun das Kinderdorf verlassen und nach Phnom Penh, die Hauptstadt Kambodschas, ziehen.
Dort haben sie die Möglichkeit gemeinsam in einem großen Studentenwohnheim zu leben und eine zweijährige Ausbildung auf der Don-Bosco-Schule zu absolvieren. In jener Fachschule werden sie in einem Bereich ihrer Wahl unterrichtet. Auf der Don-Bosco-Schule in Kep am Meer wird ebenso einer unserer Jugendlichen eine Fachausbildung beginnen.

Zwei der Absolventinnen und Absolventen haben ein Studium auf einer Universität angestrebt. Durch ausführliche Recherchearbeit und Zusammenarbeit mit dem Studentenwohnheim in Phnom Penh wurde dieser Wunsch erstmals ermöglicht. Die beiden haben sich einerseits für ein Psychologie- sowie andererseits für ein Management-Studium entschieden.

Jeder Neuanfang ist mit neuen Herausforderungen und Aufregung verbunden, weshalb die Jugendlichen in ihren ersten Tagen in der Hauptstadt Kambodschas von unserem Direktor und unserer Volontärin begleitet wurden.

Jess Lair

 

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