Wiedersehen in Kambodscha

Wiedersehen in Kambodscha

Seit einigen Tagen weilt unser Vorstandsmitglied Linde Breininger in Tani.
Zwei Jahre lang war es nicht möglich nach Kambodscha zu reisen. Unsere beiden Direktorinnen haben diese Zeit jedoch mit großem Engagement selbständig gemeistert.
Frau Breininger nutzt ihren mehrwöchigen Aufenthalt unter anderem, um die Jugendlichen an ihren Ausbildungsstätten und Universitäten zu besuchen. Sie konnte sich bereits davon überzeugen, dass alle gut in der Hauptstadt untergebracht sind und es ihnen dort an nichts fehlt. Sie lernen und studieren fleißig und verlieren ihre Ziele nicht aus den Augen.

Wir wünschen Frau Breininger einen erlebnisreichen Aufenthalt mit vielen interessanten Begegnungen.

Hermann Gmeiner

 

„Ich weiß nichts Besseres, einem Kind zu helfen, als ihm eine Mutter zu geben, Geschwister zu geben, ein Haus, ein Dorf zu geben“

 

Tani wird unterstützt von

 About us:

 

 

 

Ziel des Projekts „Tani – Perspektiven für Kinder in Kambodscha“ ist es Waisen- und bedürftigen Kindern ein Leben in einem sicheren Zuhause, Zugang zu Bildung und ein kindergerechtes Aufwachsen zu ermöglichen.

 

 

Treffen in Tani zu Pchum Ben

Treffen in Tani zu Pchum Ben

Pchum Ben ist ein 15-tägiges kambodschanisches, religiöses Fest, das auch bekannt ist als „Tag der Vorfahren“, „Fest der Toten“ oder „Fest der hungrigen Geister“. Der Höhepunkt der tagelangen Feierlichkeiten findet am 15. Tag des zehnten Monats im Khmer-Kalender statt. Die Kambodschanerinnen und Kambodschaner gedenken während des Fests ihren Vorfahren und schließen dabei bis zu sieben verstorbene Generationen ein.

      

Das Fest gehört zu den wichtigsten Feierlichkeiten im Land und viele Menschen machen sich aus den Städten auf den Weg nach Hause, um ihre Familien zu besuchen.
Auch in Tani wird dieses Fest jedes Jahr freudig gefeiert. Die Kinder und Jugendlichen haben schulfrei. Sie bereiten gemeinsam Essen zu, um es bei ihren täglichen Besuchen in den Pagoden mit den Mönchen zu teilen.
Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Festes tragen ihre schönste Fest-Kleidung, beten zusammen mit den Mönchen, haben aber auch viel Spaß bei fröhlichen Spielen und Tanz rund um die Pagoden.

Dieses Fest bietet auch unserer großen Tani-Familie die Möglichkeit, wieder einmal zusammen zu kommen, Neuigkeiten auszutauschen und schöne gemeinsame Tage in der vertrauten Umgebung zu verbringen. Immer mehr der älteren Geschwister bringen mittlerweile stolz ihren eigenen Nachwuchs zu den Feierlichkeiten mit. Die beiden Direktorinnen Chanthou und Chhorvy haben das Fest wunderbar vorbereitet und stehen den Jugendlichen und jungen Erwachsenen wie immer mit Rat und Tat zur Seite.

Hinweis: Pchum Ben hat im September stattgefunden, der Bericht konnte leider erst verzögert online gestellt werden.

Hermann Gmeiner

 

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Zwei Zuhause – Familie und Tani-Familie

Zwei Zuhause – Familie und Tani-Familie

Im Kinderdorf Tani durften wir in den letzten Jahren vielen Kindern ein Zuhause und Sicherheit geben, sie in der Schule und bei der Ausbildung unterstützen, miterleben wie sie Freundschaften schlossen und einige nun auch bereits selbst eine Familie gegründet haben. In den Berichten der letzten Monate haben sie gelesen, dass für viele ein spannender neuer Lebensabschnitt gestartet hat. Sie sind in andere Städte gezogen, erlernen einen Beruf, arbeiten, studieren und viele von ihnen sind mittlerweile komplett selbstständig.

Ein wichtiger Schritt bei diesem Prozess war auch, dass die NGO Tani – Perspektiven in Kambodscha bei den mittlerweile Jugendlichen und jungen Erwachsenen eine offizielle Eingliederung der Kinder in ihre Familien begleitet hat. Als die NGO gegründet wurde, wurden die Kinder in das Kinderdorf aufgenommen und die Verantwortung für ihr Wohlergehen, Erziehung, Bildung etc. wurden offiziell übernommen. Die Situation in Kambodscha hat sich in den letzten Jahren geändert. In vielen Fällen gibt es Verwandte wie Onkel, Tanten oder Großeltern oder ein Elternteil, die für die Jugendlichen da sein können.

Die kambodschanische Regierung hat für die Eingliederung in die Familien einen offiziellen Prozess vorgegeben. Die Direktorin Chanthou und Vizedirektorin Chhorvy haben alle Verwandten mehrmals besucht, um sich zu versichern, dass die Familien sich gerne um die Jugendlichen kümmern möchten, dass sie selbst keine Probleme haben, dass sie Platz und ausreichend finanzielle Mittel haben. Bei vielen Besuchen ist auch ein:e Mitarbeiter:in der Behörde dabei. Bis alles geklärt und die Entscheidung getroffen ist, vergehen viele Wochen oder Monate. Die NGO, die Behörde und die Familien müssen zahlreiche Dokumente unterzeichnen und zu einer Lösung kommen, die das Wohlergehen der Jugendlichen sicherstellt.

Vielen Dank an Chanthou und Chhorvy, die sich sehr um die gute Eingliederung und eine sichere Zukunft für die Jugendlichen bemühen. Unsere NGO hat von den Behörden viel gutes Feedback erhalten und Chhorvy durfte kürzlich eine Präsentation über ihre Erfahrungen bei einer Veranstaltung des Ministeriums vor anderen NGOs halten.

In Tani finden die Jugendlichen natürlich auch weiterhin offene Türen, einen Platz zum „Heimkommen“ und wenn sie dringend Hilfe benötigen, helfen Chanthou und Chhorvy jederzeit. Und wie Sie hier immer wieder lesen können, trifft sich die „Tani-Familie“ regelmäßig, um gemeinsame Ausflüge zu machen oder Feste zu feiern.  

Hermann Gmeiner

 

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Reisen, reisen in die weite Ferne …

Reisen, reisen in die weite Ferne …

…das war nun endlich für die Kinder und Jugendlichen aus Tani wieder möglich! Viele Monate hatten sie sich auf diesen Ausflug gefreut. Der Corona-Krise geschuldet, war auch in Kambodscha Reisen unmöglich. An einem für alle freien Wochenende, traf sich die große Familie in Tani, um gemeinsam für zwei Tage nach Sihanoukville zu fahren.

Gemeinsam bedeutete in diesem Fall: Jeder, der Zeit und Lust hatte, fuhr mit. Das waren nicht nur die Kinder, die derzeit noch im Kinderdorf leben, sondern auch die Studierenden und Verheirateten mit Kindern und Familie.      

Es war eine unglaubliche Begegnung, die alle genossen. Viele hatten sich über einen langen Zeitraum nicht gesehen. Sie waren glücklich miteinander, tauschten ihre Erfahrungen und Neuigkeiten aus, erinnerten sich an ihre schöne Zeit im Kinderdorf. Es gab viel zu erzählen und zu lachen. Im Meer baden, das andere Ambiente genießen, den Alltag vergessen –Spaß, Freude, Abenteuer, Glück!

Wir wünschen den Kindern, Jugendlichen und jungen Familien noch viele glückliche und schöne Zeiten in Frieden und Gesundheit!

Chhorvy, die sich wunderbar um die Kinder und Jugendlichen gekümmert hat, hat uns einen Bericht vom Ausflug geschickt:

Unser Ausflug vor einigen Wochen war sehr schön und wie waren alle an diesen zwei Tagen sehr glücklich. Danke, dass ihr uns das ermöglicht habt. Wir waren in der Provinz Sihanoukville. Wir haben sehr viele große Gebäude gesehen, in denen viele chinesische Auswanderer leben. Manche der Jugendlichen haben sich vorgestellt, dass sie vielleicht eines Tages in einem der großen Gebäude in einer schicken Uniform arbeiten können.

Vor allem das Meer was wunderbar. Wir waren schwimmen und haben sehr viele Fotos gemacht. Es war sehr aufregend, dass wir endliche wieder reisen konnten. Und es war sehr besonders, dass viele Jugendliche wieder einmal gemeinsam Zeit verbringen konnten, nachdem sie sich lange nicht gesehen haben. Sie konnten sich gegenseitig von ihrem Leben im Studium, mit ihrer Familie und ihren Jobs erzählen. Eine Hausmutter ist leider erkrankt und konnte nicht mitfahren. Sie blieb mit der Direktorin Chanthou zu Hause und sie haben einen ruhigen Abend mit gutem Essen verbracht.

Wir hoffen, dass wir nächstes Jahr wieder so einen schönen Ausflug machen können.

Hermann Gmeiner

 

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Khmer Neujahr 2022

Khmer Neujahr 2022

2022 fand das Neujahrsfest in Kambodscha von 14.- 16. April statt. Es ist das wichtigste Fest im Jahr für die Kambodschanerinnen und Kambodschaner. Das Neujahrsfest fällt immer in den April, seit es einer der Könige im 13. Jahrhundert in den fünften Monat des Mondkalenders gelegt hat. Das deshalb, weil es damit nach der Erntezeit liegt, die von November bis März geht, und der letzte und heißeste Monat der Trockenzeit ist, in dem die Arbeit im Freien sehr beschwerlich ist. Ein paar Feiertage kommen hier gerade recht.    

Chhorvy, die Vizedirektorin in Tani, hat für Sie einen Bericht über die Feiern im Kinderdorf verfasst:

In den letzten zwei Jahren konnten wir in Kambodscha wegen der Pandemie das Neujahrsfest nicht feiern. Weil sich die Situation dieses Jahr verbessert hat, haben wir entschieden endlich wieder zu feiern. Alle Kambodschanerinnen und Kambodschaner haben sich sehr darüber gefreut. Wir waren in der Pagode und haben gebetet. Kinder, Jugendliche und Erwachsene veranstalten an einem Tag traditionell große Wasserschlachten in den Dörfern, die allen sehr viel Spaß machen. Dabei bewerfen sich die Feiernden zum Spaß auch mit weißem Puder, und sehen dann so fröhlich aus wie auf den Bildern zu sehen ist. 

Zudem können an den Feiertagen alle ihre Familien besuchen was den Kindern besonders viel bedeutet. Viele Jugendliche haben ihre Familien besucht, manche sind dieses Jahr in Tani geblieben.
Khmer Neujahr oder Kambodschanisches Neujahr sind drei öffentliche Feiertage. In Kambodschanisch nennt man es „Chaul Chnam Thmey“, was bedeutet „in das neue Jahr starten“.

Vielen Dank, Chhorvy für deinen Bericht. Wir wünschen allen im Kinderdorf Tani ein besonders gutes Neues Jahr, Gesundheit und viele schöne Momente mit den Liebsten. 

Hermann Gmeiner

 

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Hochzeit in Tani – Aller guten Dinge sind drei

Hochzeit in Tani – Aller guten Dinge sind drei

Für unsere kambodschanischen Freundinnen und Freunde gibt es kaum etwas Schöneres als Hochzeitsfeste. Drei der mittlerweile jungen Erwachsenen aus dem Kinderdorf Tani haben in den vergangenen Wochen geheiratet und eine eigene Familie gegründet. Alle drei haben ihre Schulbildung abgeschlossen, gehen bereits einem Beruf nach und können ihren Lebensunterhalt selbst bestreiten.

Hochzeit feiern ist in Kambodscha ein ganz besonderes Ereignis, an dem viele Menschen teilhaben dürfen. Das Hochzeitsfest unterliegt zahlreichen Ritualen. Es beginnt schon früh am Morgen – noch bevor die Sonne aufgeht – mit lauter Musik und Segnungen der Familien durch die buddhistischen Mönche der Gemeinde. Danach folgt ein ausgiebiges Frühstück mit Reis-und Nudelsuppe für die Gäste, die alle schon zu früher Stunde mit feierlichem Gewand erschienen sind.

 

Alle sind aber besonders gespannt auf die Kleidung des Hochzeitspaares. Braut und Bräutigam wechseln während der Feierlichkeiten bis zu acht Mal ihre Kleidung. Sie ist immer aufeinander abgestimmt, mit vielen Details raffiniert geschmückt und traditionell aus Seide. Die wunderschöne Kleidung der Paare und die Dekoration wird ausgeliehen. Damit der Tagesablauf reibungslos klappt, ist das Hochzeitspaar stets in Begleitung eines Fotografen, einer Stylistin und eines Moderators.

Nach dem Frühstück und den ersten Zeremonien gibt es für die Gäste eine Pause, in der sich die meisten daheim ebenfalls noch einmal umziehen und die Frauen schönes Make-up und aufwändige Frisuren vorbereiten. Am späten Nachmittag trifft man sich erneut und das eigentliche Fest beginnt. Mit viel Musik, TänzerInnen auf einer oft großen Bühne, viel gutem Essen und Trinken. In der Regel geben die Gäste als Geschenk einen Geldbetrag, mit dem das Fest zum großen Teil finanziert wird. Je mehr Gäste eingeladen sind, umso höher steigt das Ansehen der Familien. Eine Hochzeitstorte wie in vielen Ländern Europas hat in Kambodscha übrigens keine Tradition.

Die Kinder und jungen Erwachsenen genießen diese tollen Feste ihrer Geschwister sehr und freuen sich auf die ausgelassene Stimmung und die schönen Kleider!
Es ist schön, dass wir sie aus der Ferne begleiten und die Freude mit ihnen teilen können. Wir wünschen den jungen Paaren eine sichere Zukunft in Frieden und Glück!   

 

Hermann Gmeiner

 

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