Eine ausgefallene Kombination: Über Meerestiere, Festtagskleider und vieles mehr

Eine ausgefallene Kombination: Über Meerestiere, Festtagskleider und vieles mehr

Angenommen, du brauchst Früchte zum Frühstück, Fische zum Mittagessen, Strohhüte und Handtücher zum Baden und einen knallbunten Pyjama zum Schlafen. In diesem Fall bist du auf dem Tani-Markt genau richtig. Wofür man in Europa zu verschiedenen Geschäften fahren müsste, braucht es in Kambodscha nur einen einzigen Marktbesuch.

Hier findet man alles, was das Herz begehrt – angefangen von Tintenfischen über Reiskocher bis hin zum Festtagskleid. Am Markt angekommen, begegnen einem Mopedfahrer und kauffreudige Kambodschanerinnen und Kambodschaner. Hat man die auf der Hauptstraße liegenden Fisch- und Obststände durchquert, findet man sich in der großen Markthalle wieder. In jener sind unzählige Stände und Läden eng aneinandergereiht. Inmitten des Marktgetümmels kommt einem insbesondere im Bereich, in welchem Fleisch verkauft wird, ein unangenehmer Geruch entgegen. Dennoch scheint dies niemanden davon abzuhalten, die Lebensmittel genau zu überprüfen sowie sich Zeit für die Preisverhandlung zu nehmen.

Es ist unerklärlich, aber dennoch wahr: In der gut gemeinten, großen Bankfiliale in Tani ist es nicht möglich, Euros in die kambodschanische Währung, Riel, zu wechseln. Bei einem der vielen Goldschmiede inmitten des Marktes wird einem jedoch sofort fast jedes Anliegen erfüllt.

 

Jeden Morgen fahren unsere Hausmütter zum Markt, um frische Lebensmittel wie Gemüse, Fisch oder Fleisch zu besorgen. Hier gilt die Devise: Je früher, umso besser. Fährt man bereits früh am Morgen, erhält man die besten Lebensmittel und hat die größte Auswahl.

Doch auch unsere Kinder fahren immer wieder zum Markt, um einzukaufen. Zu speziellen Anlässen dürfen sie sich etwas Außertourliches aussuchen. Bei den Mädchen sind beispielsweise Jeans, Schuhe oder Parfums beliebt. Beim letzten Mal wurden jedoch auch für das Studentenheim in Phnom Penh benötigte Haushaltsgeräte eingekauft.

So ein Marktbesuch, der kambodschanischer Alltag ist, ist wirklich ein Erlebnis.

Hermann Gmeiner

 

„Ich weiß nichts Besseres, einem Kind zu helfen, als ihm eine Mutter zu geben, Geschwister zu geben, ein Haus, ein Dorf zu geben“

 

Tani wird unterstützt von

 About us:

 

 

 

Ziel des Projekts „Tani – Perspektiven für Kinder in Kambodscha“ ist es Waisen- und bedürftigen Kindern ein Leben in einem sicheren Zuhause, Zugang zu Bildung und ein kindergerechtes Aufwachsen zu ermöglichen.

 

 

Jetzt heißt es wieder: Die Schule ruft!

Jetzt heißt es wieder: Die Schule ruft!

Die Sommerferien neigen sich nun dem Ende zu und Anfang November beginnt für alle Kinder und Jugendlichen wieder die Schule.

In den ersten Schultagen helfen die Kids in Tani bei der Reinigung der Schule. Im Zuge dessen wird Müll gesammelt, im Garten gearbeitet, als auch gekehrt und geputzt.

Zu Schulbeginn wird am Schulgelände eine festliche Zeremonie abgehalten, an welcher Schülerinnen und Schüler verschiedenster Schulen teilnehmen. Erst am darauffolgenden Tag startet der reguläre Unterricht in den Schulklassen.

Auch dieses Jahr haben einige Jugendliche die Highschool vollendet und beginnen jetzt ein Studium oder eine Ausbildung. Vier der Highschool-Absolventinnen und Absolventen werden nun das Kinderdorf verlassen und nach Phnom Penh, die Hauptstadt Kambodschas, ziehen.
Dort haben sie die Möglichkeit gemeinsam in einem großen Studentenwohnheim zu leben und eine zweijährige Ausbildung auf der Don-Bosco-Schule zu absolvieren. In jener Fachschule werden sie in einem Bereich ihrer Wahl unterrichtet. Auf der Don-Bosco-Schule in Kep am Meer wird ebenso einer unserer Jugendlichen eine Fachausbildung beginnen.

Zwei der Absolventinnen und Absolventen haben ein Studium auf einer Universität angestrebt. Durch ausführliche Recherchearbeit und Zusammenarbeit mit dem Studentenwohnheim in Phnom Penh wurde dieser Wunsch erstmals ermöglicht. Die beiden haben sich einerseits für ein Psychologie- sowie andererseits für ein Management-Studium entschieden.

Jeder Neuanfang ist mit neuen Herausforderungen und Aufregung verbunden, weshalb die Jugendlichen in ihren ersten Tagen in der Hauptstadt Kambodschas von unserem Direktor und unserer Volontärin begleitet wurden.

Hermann Gmeiner

 

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Alles für die Gesundheit – Arztbesuche in Tani

Alles für die Gesundheit – Arztbesuche in Tani

„An apple a day keeps the doctor away.“ Wie der englische Spruch es gut beschreibt: Ein Apfel am Tag hält den Doktor fern. Dennoch bleibt einem der Arzt leider nicht immer erspart. Von Vorsorgeterminen bis hin zu Facharztbesuchen – den Kids in Tani stehen bei Bedarf alle Möglichkeiten zur Verfügung.

Vorherige Woche hatten alle Kinder und Jugendlichen den jährlichen Zahnarzttermin in der „Tani Dental Clinic“. Wie der eine oder andere es bestimmt von sich selbst kennt, war nicht allen Kindern ganz wohl beim Zahnarzt. Die Ärzte waren daher sehr bemüht und einfühlsam. Es wurden jeweils drei Kinder gleichzeitig behandelt, weil im Behandlungsraum drei Ärzte tätig waren. Dadurch wurde die Wartezeit für die anderen Kinder verkürzt und sie konnten gruppenweise wieder in das Kinderdorf gebracht werden.

Die Kids sind durch regelmäßige Hygiene und ausgewogene Ernährung gut versorgt, dennoch kommt es natürlich hin und wieder vor, dass einzelne Kinder krank werden. Hier in Tani gibt es einige Hausärzte, die einem bei kleineren gesundheitlichen Problemen helfen können.

Sollte es dann doch einmal etwas Ernsteres sein oder ein Facharzt benötigt werden, fahren wir meistens in das „Sonja Kill Memorial Hospital“ nach Kampot. Von der typischen Krankenhausatmosphäre, wie man sie aus Europa kennt, fehlt hier jede Spur. Das Gebäude ist offen gebaut, weshalb Patientinnen und Patienten im Freien zwischen Grünflächen und Bäumen darauf warten, aufgerufen zu werden. Die Krankenakten werden per Hand verfasst und benötigte Medikamente können direkt bei der krankenhauseigenen Apotheke gekauft werden.

Alles in allem sind wir froh, dass unsere Kinder grundsätzlich sehr gesund sind und wir Ärzte nur hin und wieder benötigen. Denn was gibt es schöneres als glückliche und gesunde Kinder?

 

 

 

Hermann Gmeiner

 

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Pchum Ben: hungrige Geister und selbstständige Tani-Kids

Pchum Ben: hungrige Geister und selbstständige Tani-Kids

Doch wie feiern Kambodschanerinnen und Kambodschaner eigentlich Pchum Ben? Und was haben wir im Kinderdorf in dieser Zeit erlebt? Das und mehr erfahrt ihr im nachfolgenden Bericht.

Pchum Ben, in Khmer „បុណ្យភ្ជុំបិណ្ឌ“, ist auch bekannt als das Fest der Vorfahren oder der hungrigen Geister. Kambodschanerinnen und Kambodschaner gedenken den verstorbenen Angehörigen im Zuge des 15-tägigen religiösen Festes, welches dieses Jahr rund um den 28. September seinen Höhepunkt gefunden hat.

In dieser Zeit haben viele Kinder die Möglichkeit Verwandte wie beispielsweise Großeltern zu besuchen. Die Kinder freuen sich immer sehr darüber! Die restlichen Kinder bleiben im Kinderdorf und verbringen die Feiertage gemeinsam in der Tani-Familie.

Da die Hausmütter für ein paar Tage frei haben, können die Kinder ihre Selbstständigkeit unter Beweis stellen. Es ist beeindruckend zu beobachten wie gut die Kinder den Alltag zusammen organisieren. Essen wird gepflückt, eingekauft und gekocht, aber vor allem wird gemeinsam gespielt, geplaudert und gelacht.

Die mehrmaligen Besuche in Pagoden kommen dabei natürlich auch nicht zu kurz! Besonders viel Freude bereitet es den Kindern am Abend zu den vielen Essensständen zu spazieren, die sich rund um jede Pagode versammeln. Dort tanzt man zu lauter Khmer-Musik und verbringt Zeit mit Freunden.

Insbesondere traditionelle Rituale werden mit viel Liebe zum Detail durchgeführt. So versammelten am letzten Tag des Pchum Ben Festes sich eine Handvoll Kinder und schnitten Papiersilhouetten als Symbol für die Verstorbenen aus. Räucherstäbchen wurden angezündet und mit einem großen Tablett voller Essen und Getränke für die Geister in die Küche gestellt. Das restliche Essen und die Papiergeister schickten die Kids auf einem Boot über ein Gewässer weg. In diesem Sinne reisen die Geister zurück zu ihrem Herkunftsort, das Gedenkfest klingt schön langsam aus und der Alltag kehrt wieder ein.

Hermann Gmeiner

 

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Bei uns in Tani ist immer etwas los!

Bei uns in Tani ist immer etwas los!

Abwechslungsreich, produktiv und fröhlich sind die ersten Ausdrücke die einem einfallen, wenn man an den Kinderdorf-Alltag denkt. Doch was genau passiert eigentlich im alltäglichen Leben der Tani-Familie?

Gemeinsam sind wir stark!
Sobald die Kokosnüsse auf der Palme im Garten reif zum Essen sind, helfen alle zusammen. Zuerst werden die Kokonüsse von der Palme gepflückt, anschließend aufgeschlagen und schon können sie genossen werden.

Genauso bleibt auch beim Basteln niemand alleine. Mit Freude lernen die Kinder Origami-Falttechniken und gestalten ganze Blumensträuße. Das Malen mit Wasserfarben gefällt den Kleinsten besonders gut.

Der Kreativität sind ebenfalls beim Frisieren keine Grenzen gesetzt. Untereinander flechten die Mädchen mit Ausdauer und Liebe zum Detail wunderschöne Frisuren. 
Außerdem finden die Kinder immer wieder Freude am Uno spielen und essen gerne erfrischendes Wassereis.

Feste feiern und Neues lernen
Jedes Monat heißt es „Happy Birthday“, „Alles Gute“ und „រីករាយ​ថ្ងៃ​កំណើត“! Auch im September fand eine Geburtstagsparty für alle Kinder, die in diesem Monat geboren wurden, statt. Im Zuge der Feier wird unter anderem das Geburtstagslied in allen drei Sprachen gesungen, Sternwerfer und Kerzen angezunden sowie leckerer Kuchen gegessen.

Nicht nur Geburstage, sondern auch religiöse Feste werden gefeiert. Anlässlich des aktuell stattfindenden Pchum Ben, dem Fest zum Gedenken der Verstorbenen, gehen viele fast täglich in die Pagode, um zu Singen, zu Beten, zu Essen und gemeinsam zu Musizieren.

Voneinander und vor allem miteinander lernen steht im Kinderdorf groß geschrieben. Regelmäßig findet Englischunterricht für die Kinder, zwei Lehrerinnen aus Tani und die Hausmütter, statt. Doch auch beim Computerunterricht, Yoga und Volleyball spielen sind die Kinder immer wieder gerne dabei.

Hermann Gmeiner

 

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