Wünsch dir was! Lichterfest in der Pagode

Wünsch dir was! Lichterfest in der Pagode

Am vergangenen Wochenende besuchten wir mit den Kindern ein ganz besonderes Fest, das nur einmal pro Jahr stattfindet.
Und zwar fand in einer nahegelegenen Pagode eine Zeremonie zu Ehren Buddahs statt, welcher an diesem Tag seinen Geburtstag feiert.

Also fuhren wir mit dem „Remork“, unserem Gruppentransportmittel, in die etwa fünf Kilometer entfernte Pagode um an diesem Anlass teilzuhaben.

Als wir um ca. 19:30 ankamen, war auf dem Gelände noch relativ wenig los.
Allerdings änderte sich dies innerhalb kürzestert Zeit, als Menschen aller Altersgruppen begannen, die dutzenden vorbereiteten Kerzen anzuzünden.

 

Kurz darauf begann dann der eigentliche Höhepunkt des Abends, nämlich das Steigenlassen der Lampions. Mit jeder dieser Papierlaternen wurden auch Wünsche in den Himmel entsandt, welche auch hoffentlich in Erfüllung gehen werden.
Dementsprechend viele Anliegen wurden von unseren Kindern in den Himmel geschickt.

Als Krönung dieses Spektakels wurde auch ein Feuerwerk gezündet, welches die Augen der kleinen, sowie auch der großen Kinder  glänzen ließ.

Tani wird unterstützt von

Hermann Gmeiner

“Ich weiß nichts Besseres, einem Kind zu helfen, als ihm eine Mutter zu geben, Geschwister zu geben, ein Haus, ein Dorf zu geben”

Über uns

Ziel des Projekts “Tani – Perspektiven für Kinder in Kambodscha” ist es Waisen- und bedürftigen Kindern ein Leben in einem sicheren Zuhause, Zugang zu Bildung und ein kindergerechtes Aufwachsen zu ermöglichen.

Unsere Alltagsheldinnen

Unsere Alltagsheldinnen

In diesem Bericht wollen wir einen Einblick hinter die Kulissen geben und unsere Alltagsheldinnen in den Vordergrund stellen. Sie kümmern sich sorgsam um die Mahlzeiten, liebevoll um die Kinder und stehen immer mit helfenden Händen zur Seite.

Täglich kochen die Hausmütter für rund dreißig Kinder und Mitarbeiter/innen. Bei dieser Menge an Personen muss alles ein bisschen größer dimensioniert sein. In großen Körben werden Nahrungsmittel gewaschen und zugeschnitten. Den ganzen Vormittag hört man die Hausmütter das Gemüse schneiden und das Fleisch hacken. Dabei kommt der Alltagsklatsch nie zu kurz.
Fleisch wird hier in Kambodscha nicht wie bei uns filetiert, sondern in meist kleine, mundgerechte Stücke inklusive Knochen gehackt. Somit wird nichts verschwendet und alles kann verwertet werden.

Jeden Morgen kommen unsere Hausmütter mit dem vollbeladenen Moped vom Markt zurück. Wie man sich den Markt, auf welchem sie frisches Gemüse, Fleisch, Obst und sonstige Lebensmittel einkaufen, genau vorstellen kann, könnt ihr in unserem ausführlichen Bericht über den Markt in Tani nachlesen. Hier geht es zum Marktbericht.

   

Je nach Saison verfügen wir auch über eigenes Gemüse, das unsere Arbeiter in unserem großen Garten anpflanzen. Neben eigenem Gemüse haben wir große Reisfelder, die mittlerweile schon abgeerntet wurden. Die Kinder helfen dabei auch jedes Jahr sehr fleißig mit. Da Reis hier die Hauptnahrungsquelle ist, gibt es dreimal am Tag Reis: Morgens, mittags und abends. Dabei verkochen unsere Hausmütter fast täglich große Mengen an Reis. Es ist eine wahre Kunst, in diesen riesigen Töpfen den Reis nicht am Boden anbrennen zu lassen, obwohl nur mit Holzkohle gekocht wird. Im Jahr werden im Kinderdorf bis zu 10 Tonnen Reis verarbeitet.

Die Hausmütter sind also jeden Tag sehr gefordert und verwöhnen uns trotz aller Arbeit immer gut gelaunt mit kambodschanischen Köstlichkeiten.

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So waren bei uns die Weihnachtsfeiertage

So waren bei uns die Weihnachtsfeiertage

Auf dem Markt in Tani, bei dem man sonst immer alles findet, was das Herz begehrt, kann man leider keinen Tannenbaum für den Weihnachtsabend kaufen. Darum haben wir uns kurzerhand dazu entschlossen, unseren eigenen Christbaum zu gestalten. Wir kauften bei einem Händler Baustahl, um daraus einen Ständer zu schweißen und sammelten Holz in der Umgebung, um es zuzuschneiden. Das Holz wurde anschließend auf dem geschweißten Ständer aufgefädelt und siehe da, der Christbaum war fertig.

Nachdem der Christbaum aufgestellt worden war, halfen alle beim Schmücken und Dekorieren. Lichterketten und ganz viel Glitzer durften dabei nicht fehlen. Aus Papier wurden bunte Ketten und Schneesterne ausgeschnitten. Mit Musik und vielen helfenden Händen war alles in kürzester Zeit fertig.

Nach dem Einpacken der Weihnachtsgeschenke konnte einem fröhlichen Weihnachtsabend nichts mehr im Wege stehen. Da es in Kambodscha normalerweise nicht üblich ist, Weihnachten zu feiern, ist der 24. Dezember ein gewöhnlicher Schultag für die Kinder. Im Buddhismus, welcher mit über 90% die Hauptreligion in Kambodscha ist, wird die Geburt Jesu zwar zur Kenntnis genommen, jedoch nicht gefeiert. Im Frühling feiern Buddhisten beim Vesakh-Fest die Geburt von Buddha, seine Erleuchtung und dessen Tod. Dieses Fest ist somit vergleichbar mit dem christlichen Weihnachtsfest.

  

Am Abend, als die Kinder nach Hause kamen, wurden nach dem gemeinsamen Abendessen Spiele gespielt, getanzt und gesungen. Für so viele Kinder gab es auch dementsprechend viele Geschenke. Obwohl es nur Kleinigkeiten waren, freuten sich die Kinder riesig. Nach der Bescherung gab es zum Abschluss eine Showeinlage der Mädchen, die eine Modenshow einstudiert hatten.

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Als Europäer in Kambodscha

Als Europäer in Kambodscha

Was für Europäer unglaublich und manchmal auf den ersten Blick unerklärlich erscheint, ist für KambodschanerInnen gewöhnlicher Alltag. Im folgenden Bericht möchten wir Themen aufgreifen, die uns am meisten aufgefallen sind und immer wieder aufs Neue faszinieren.

Die ersten erstaunlichen Eindrücke, die wir als Europäer in Kambodscha wahrgenommen haben, waren der in der Luft liegende Staub, die unzähligen Mopeds im Verkehr und die teils unbefestigten, mit tiefen Schlaglöchern übersäten Straßen. Neben dem turbulenten Verkehr auf der Straße herrscht auch auf den Strommästen – aus europäischer Sicht – Chaos.

  

Beim genaueren Hinsehen fallen einem interessante Fahrzeuge auf. Motorräder mit vollbepackten, überdimensionalen Anhängern, überladene Minivans und Mopeds, die Streetfood oder sogar Hühner und Schweine transportieren. Da auf die Straßenverkehrsregeln nicht geachtet wird, machen KambodschanerInnen im Straßenverkehr durch dröhnendes Hupen auf sich aufmerksam.

Durchquert man die Straßen des ländlichen Kambodschas, winken einem als Europäer beinahe alle kambodschanischen Kinder mit einem lauten „Hello“ zu. Des Weiteren sieht man grüne Reisfelder so weit das Auge reicht. Der Reis, welcher nun fortlaufend geerntet und vor jedem Haus in großen Netzen getrocknet wird, stellt das Grundnahrungsmittel in Kambodscha dar. Darum gibt es hier zu jeder Mahlzeit drei Mal am Tag Reis mit unterschiedlichen Beilagen.

Der Buddhismus ist mit über 90% die größte Religion in Kambodscha. Die meisten buddhistischen Menschen glauben an Geister, weshalb so gut wie jedes Gebäude ein sogenanntes „Chumneang pteah“ besitzt. Meistens ist dies ein kleines buntes Häuschen, das auf einer Stelze steht und ein bisschen wie ein europäisches Vogelhäuschen aussieht – nur bunter.

 

Kambodscha wird nicht ohne Grund auch als Land der Hängematten bezeichnet. So ziemlich jeder Haushalt besitzt mindestens eine Hängematte, doch auch entlang der Straße oder am Markt findet man sie überall.

Hier in Kambodscha gibt es einiges Faszinierendes zu entdecken. So fremd die andere Kultur und Lebensweise anfänglich auch wirken mag, lernt man das Land sehr schnell schätzen. Die freundlichen und hilfsbereiten KambodschanerInnen zaubern einem immer wieder ein Lächeln ins Gesicht.

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It’s a wrap – ein schöner Abschluss

It’s a wrap – ein schöner Abschluss

Donnerstag 6:30 Uhr mein Handy klingelt und ich erhalte die gute Nachricht: “I’m on my way”. Zum Glück! Bis zum Schluss war nicht klar, ob unser Gast die Reise nach Tani antreten kann, da die Überschwemmungen und der Dauerregen in Kampot die Fahrt erschwerten. Doch an diesem Tag schien die Sonne – ein gutes Omen, denn es wurde ein wunderbarer Tag.  

Der Name ist Programm
Als ich vor acht Monaten nach Tani kam, nahm ich mir vor den Namen der NGO zu beherzigen – Perspektiven für Kinder in Kambodscha. Mir war bewusst, dass ich in vielen Dingen auf Grund der Sprachbarriere, der kulturellen Unterschiede und der Gegebenheiten vor allem selbst dazu lernen, aber nur bedingt zur Weiterentwicklung des Projekts beitragen konnte. Doch was ich jedenfalls konnte und wollte, war es den Jugendlichen im ländlichen Kambodscha Perspektiven für die Zeit nach der Schule aufzuzeigen, die außerhalb ihrer persönlichen Erfahrungen im Dorf lagen.

Entrepreneurship Workshop
Der Workshop an diesem Donnerstag in meiner vorletzten Woche war bestimmt eines der Highlights meines Einsatzes und hat genau diesen Zweck erfüllt. Sam Ath, der Manager der erfolgreichen Studentenfirma Butterflytours in Kampot, besuchte uns in Tani und sprach mit den Jugendlichen über seinen Berufsweg und das Abenteuer Unternehmertum. Ich hatte ihn bei einer Reise kennengelernt und war von diesem jungen Mann und dem Business so begeistert, dass ich ihn als Teil der „Berufsorientierung“ im Kinderdorf gewinnen konnte.

Er verstand es auch die jungen Menschen zu begeistern! Mit der richtigen Mischung an Humor, Wissen und Sympathie gelang es ihm, den Jugendlichen in kurzer Zeit das Thema Entrepreneurship zu vermitteln. In Kleingruppen entwickelten sie selbst Geschäftsideen, die wirtschaftlich erfolgreich und gleichzeitig zum Wohlergehen der Gemeinschaft beitragen. Die aktive Mitarbeit und das Ergebnis machten mich sehr stolz! In einer Gruppe entstand die Idee für eine biologische Anbaugemeinschaft in Tani, die das geerntete Gemüse und Obst gemeinsam an Restaurants, Shops und Privatpersonen vermarktet. Die andere Gruppe erarbeitete ein Geschäftsmodell für ein professionelles Hochzeits-Catering mit Bio-Lebensmitteln.

Was bleibt nach acht Monaten?
Was bleibt nun wenn ich zurückblicke? Für mich bleibt eine sehr prägende Zeit, mit vielen schönen und herausfordernden Momenten. Es bleibt die Erinnerung an Exkursionen zu Schulen und Universitäten, der Kontakt mit anderen NGOs, ein bisschen Khmer-Kenntnisse und viel Erfahrungen im privaten und beruflichen Umgang mit Menschen einer komplett neuen Kultur. Und ich hoffe, dass auch die Jugendlichen einige Gespräche in Erinnerung behalten und mit Motivation und Engagement an ihrer eigenen Zukunft bauen!

Ich wurde in den letzten Tagen oft gefragt, ob ich Tani bald vergessen werde. Ich kann jedoch versprechen: Ich werde die Zeit und die Menschen hier nie vergessen. Sie werden immer einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen haben!

Lisa Tamina Panhuber, Voluntärin in Tani 

Liebe Lisa,

du hast unser Kinderdorf mit deinem großartigen Engagement für alle Kinder sehr bereichert!
Wir danken dir sehr herzlich für deinen vorbildlichen Einsatz, deine Ideen und Recherchen,
deine guten zukunftsorientierten Gedanken und Konzeptvorschläge und deine Unterstützung
unserer Jugendlichen bei ihrer Berufsfindung.
Wir wünschen dir alles Gute für deine Zukunft!

Vorstand Österreich und Deutschland „TANI – Perspektiven für Kinder in Kambodscha“

Hermann Gmeiner

 

„Ich weiß nichts Besseres, einem Kind zu helfen, als ihm eine Mutter zu geben, Geschwister zu geben, ein Haus, ein Dorf zu geben“

 

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