Die Hausmütter

Im Kinderdorf Tani arbeiten sieben Hausmütter, die mit je ca. fünf bis sieben Kindern und Jugendlichen zusammen auf vier Häuser verteilt leben.

Die Mütter stehen jeden Tag um halb fünf auf. Während einige das Frühstück frisch zubereiten, beaufsichtigen andere den täglichen Morgenputz in den Häusern und im Kinderdorf. Erst nachdem die Kinder gegessen und sich auf den Weg in die Schule gemacht haben, finden sie die Zeit, selbst zu frühstücken und zu duschen. Als nächstes steht der tägliche Einkauf am Markt im Dorf von Tani an. Den restlichen Vormittag verbringen sie mit dem Kochen und Vorbereiten von zwei Mahlzeiten für die Kinder und die Mitarbeiter.

Am Nachmittag helfen die Mütter den kleineren Kindern, ihre Kleidung zu waschen oder unterstützen sie bei ihren Hausaufgaben. Einige geben den Kleinsten Unterricht in Khmerschrift, um den in der Schule gelernten Stoff zu wiederholen. Damit alles koordiniert und reibungslos abläuft, hat jede Hausmutter ihre Aufgaben im Tagesablauf. Es wird jede Woche eingeteilt, wer wann für den Abwasch, zum Aufkehren, zum Kohle holen und zum Gemüse schneiden an der Reihe ist.

Neben diesen Aufgaben verbringen die Mütter ihre verbleibende Zeit mit den Kindern und Jugendlichen. Die Hausmütter sind die Ersatzmütter für sie und man merkt, wie wichtig sowohl den Müttern als auch den Kindern diese enge Verbindung ist. Durch die individuelle Begleitung wird den Kindern ein geborgenes, sicheres und vertrauensvolles Aufwachsen ermöglicht.

Hermann Gmeiner

"Ich weiß nichts Besseres, einem Kind zu helfen, als ihm eine Mutter zu geben, Geschwister zu geben, ein Haus, ein Dorf zu geben"

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Über uns

Ziel des Projekts "Tani - Perspektiven für Kinder in Kambodscha" ist es Waisen- und bedürftigen Kindern ein Leben in einem sicheren Zuhause, Zugang zu Bildung und ein kindergerechtes Aufwachsen zu ermöglichen.