Rückblick: Vor drei Jahren saß ich im Flieger von Phnom Penh nach Wien und blickte auf ein abenteuerliches Jahr zurück. Um ehrlich zu sein mit ziemlich viel Wehmut. Schließlich war es sehr ungewiss, ob ich die vielen liebgewonnenen Menschen rund um das Projekt Tani in naher Zukunft nochmal sehen würde. Zurück in Österreich wurde ich schon bald von meiner ehemaligen Lehrerin gebeten, ihrer Schulklasse einen Einblick in die Lebensweise und Kultur der Kambodschaner zu geben. Wie es im Leben manchmal so ist, kam über die Jahre eins zum anderen und so bin ich diesen Juli zum vierten Mal von Kambodscha heimwärts geflogen, dieses Mal aber mit der Gewissheit, dass es nicht das letzte Mal gewesen ist.

Laufwunder für TANI
In den letzten Jahren ist eine tolle Zusammenarbeit mit der Polytechnischen Schule in St.Peter/Au entstanden. Jedes Jahr darf ich den Schülerinnen und Schülern von meinen Erlebnissen berichten und sie auf eine kurze Reise in eine fremde Kultur mitnehmen. Ich möchte ihnen immer einen Blick über den Tellerrand hinaus ermöglichen und wie bei einem Laufwunder üblich, das Ganze mit ein bisschen Sport kombinieren. Wie die Jahre zuvor haben die Schülerinnen und Schüler im Sommersemester mit viel Engagement Unterstützer gesucht, welche sie für jeden gelaufenen Kilometer finanziell unterstützt haben. Auf unglaublichen 1.200 Kilometer wurden über 2.600 € erlaufen. Ein neuer Rekord!
Ein großes Dankeschön gilt an dieser Stelle den Sponsoren und natürlich den fleißigen Läuferinnen und Läufern.

Neues Engagement der Pfadfinder
Doch das war nicht die einzige Überraschung in diesem Jahr. Im Frühjahr 2019 kam die Pfadfindergruppe Aschbach auf mich zu und bot ebenfalls ihre Hilfe an. Einmal pro Jahr wird von den Pfadfindern mit viel Engagement die hl. Messe gestaltet. Am Ende der Messfeier durfte ich das Projekt und unsere Ziele der Aschbacher Pfarrgemeinde vorstellen. Als Highlight gab’s im Anschluss daran zahlreiche Suppen zu verkosten, die von den Pfadfindern liebevoll zubereitet wurden. Im Rahmen dieses Suppensonntags wurden beeindruckende 2.100 € gespendet. Auch hier war die Motivation aller Beteiligten mitreißend.

Übergabe der Spenden in Kambodscha
So machte ich mich Mitte Juni mit viel Vorfreude auf den Weg ins Kinderdorf, um vor Ort für eine geregelte und nachhaltige Verwendung der Spenden zu sorgen. In vielen Gesprächen mit der Kinderdorfleitung und den Volontären versuchte ich die Wünsche und Notwendigkeiten zu eruieren. Neben der Deckung von Fixkosten (Nahrungsmittel, Reparatur der Fahrräder, Medikamente, usw.) wird ein großer Teil der Spenden für die direkte Zukunft der Kinder und Jugendlichen verwendet. Einige beginnen im Herbst eine Ausbildung bei Don Bosco und sollen mit Workshops und Vorträgen das nötige Rüstzeug für ein selbstbestimmtes Leben erhalten.
Je nach dem für welche Ausbildung sich unsere Kinder entscheiden, ist aber auch die richtige Hardware von Bedeutung. Um hier einen reibungslosen Einstieg zu ermöglichen, konnte ich dank der Spenden zwei gute Second Hand Laptops kaufen, die schon bald für Ausbildungen im IT und Accounting Bereich verwendet werden.
Mit den restlichen Spenden werden Nachhilfestunden in den Sommerferien ermöglicht, sowie weitere Workshops und eine Social Worker Ausbildung für die Hausmütter teilfinanziert.

Abgesehen von den tollen Ergebnissen, freue ich mich über das mir entgegengebrachte Vertrauen. Tausend Dank gilt daher der Polytechnischen Schule St.Peter/Au, allen voran Dir. Erwin Reichenvater und Ernst Leitner, sowie Alexandra Günther und ihrer Pfadfindergruppe Aschbach.

Martin Katzensteiner, ehemaliger Freiwilliger in Tani

Hermann Gmeiner

 

„Ich weiß nichts Besseres, einem Kind zu helfen, als ihm eine Mutter zu geben, Geschwister zu geben, ein Haus, ein Dorf zu geben“

 

Tani wird unterstützt von

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Ziel des Projekts „Tani – Perspektiven für Kinder in Kambodscha“ ist es Waisen- und bedürftigen Kindern ein Leben in einem sicheren Zuhause, Zugang zu Bildung und ein kindergerechtes Aufwachsen zu ermöglichen.