Ohne Abschied – Kein Wiedersehen

Ohne Abschied – Kein Wiedersehen

Die Zeit ist nun für mich gekommen, um auf Wiedersehen zu sagen. Es fällt mir sehr schwer, das Kinderdorf zu verlassen und immer wieder kommen mir Tränen in den Augen, wenn ich daran denke, dass ich meine Tani-Familie und Freunde für eine gewisse Zeit nicht mehr sehen werde. Jedoch sind „Hallos“ und „Auf Wiedersehen“ ein Teil unseres Lebens und wir müssen einen Lebensabschnitt beenden, um einen neuen zu beginnen.

Ich werde nun einen neuen Weg in meinem Leben antreten, welcher mich in die Metropole von Thailand führt. Ich habe mich für ein Studium für 4 Jahre an einer internationalen Universität in Bangkok entschieden. Deshalb kann ich auch beruhigt Abschied nehmen, da die Distanz zu den Kindern in Tani nicht sehr groß ist.

In meinem wundervollen Auslandsjahr habe ich sehr viel wertvolles Wissen erlangt und eine neue Lebensperspektive erhalten. Das Wichtigste und Schönste für mich ist jedoch, dass ich Teil einer Familie wurde, welche ich sehr liebgewonnen habe. Ich werde die gemeinsame Zeit mit den Kindern sehr vermissen.

Ich möchte mich nun herzlichst beim Vorstand bedanken, dass sie mir gemeinsam mit der Internationale Freiwilligeneinsätze CÖ gGmbH dieses großartige Erlebnis ermöglicht haben. Ich habe mich sehr gefreut, ein aktives Arbeitsmitglied sein zu dürfen.

Vielen Dank auch an den Direktor, die stellvertretende Direktorin, Hausmütter, Arbeiter und Kinder für die herzliche Aufnahme in die Familie. Es war ein sehr schönes Jahr und ich hoffe weiterhin noch viel Kontakt mit allen Kindern und Angestellten zu haben. Ich möchte mich ganz herzlich bei meinem Kollegen Dominik Kratzer bedanken, welcher mir in guten als auch schwierigen Zeiten immer beigestanden ist. Es ist sehr schön, einen Kollegen wie ihn an der Seite gehabt zu haben.

Zum Schluss möchte ich auch noch ein Dankeschön an alle Tani-Freunde richten, welche mit ihren aktiven Beiträgen und liebevollen Briefen jeden Tag erneut ein Lachen in die Gesichter der Kinder zaubern. Einer der schönsten Momente für mich war es, zu sehen, welche Freude die Kinder hatten, wenn sie einen Brief von ihren Paten erhalten haben.

Ich wünsche den nächsten Auslandsdienern eine sehr schöne Zeit in Tani und bin mir sicher, dass auch sie viel Freude und Spaß im Kinderdorf haben werden.

Liebe Grüße aus Tani, Kambodscha
Daniel Schmidt

Lieber Daniel,

vielleicht und hoffentlich bist du inzwischen gut in Bangkok, deinem künftigen Studienort, angekommen.
Wir bedanken uns sehr herzlich dafür, dass du unsere Kinder in Tani über 1 Jahr hinweg fürsorglich begleitet und unterstützt hast. Insbesondere möchten wir dir im Namen unserer Paten danken, denn du hast den Kindern immer gut dabei geholfen, Kontakt zu ihnen zu halten.
Wir alle haben uns gern deine Filme angesehen, die vom Leben im Kinderdorf berichten.
Wir wünschen dir, dass du deine Lebensziele gut meisterst. Bestimmt wirst immer einmal wieder nach Tani zurückkehren – der Weg von Bangkok ist ja nicht fern!

Alles Gute für dich wünscht dir der Vorstand „Perspektiven für Kinder in Kambodscha“ in Österreich und Deutschland

 

Drei bewegte Monate gehen zu Ende

Drei bewegte Monate gehen zu Ende

Drei Monate, in denen ich im Kinderdorf arbeiten und leben durfte, gehen zu Ende.
Die Zeit war sehr abwechslungsreich und ist wie im Fluge vergangen.

Zu meinen Aufgaben gehörte die Schulung der Hausmütter zum Thema Küchenhygiene, Beratung für gesunde Ernährung und den Umgang mit gesundheitlichen Beschwerden und Erkrankungen.

Im Rahmen der Schulung „Küchenhygiene“ konnte ich sehr oft in der Küche mitarbeiten. Ich lernte die verschiedenen kambodschanischen Früchte, Gemüsearten, Würzmittel und die Zubereitung der typischen kambodschanischen Gerichte kennen. Die Art und Weise, wie hier das Gemüse geputzt und geschnitten wird, unterschied sich oftmals von meiner gewohnten  Art. Ich bemühte mich sehr, die kambodschanischen  Schneidetechniken zu erlernen. Auch nach 3 Monaten war ich beim Gemüseschneiden noch immer wesentlich langsamer als die Hausmütter. 

Sehr gerne übernahm ich die Betreuung und Beratung der Kinder und Angestellten bei gesundheitlichen Beschwerden und Erkrankungen.

Einige Male durfte ich, gemeinsam mit dem Leiter des Kinderdorfes und der stellvertretenden Leiterin, Kinder ins Krankenhaus begleiten. Das hat mir  einen Einblick in die Gesundheitsversorgung der Menschen in Kambodscha gegeben.

Eine besondere Erfahrung war, den Alltag im Kinderdorf zu erleben.

An Schultagen ist der Alltag überwiegend vom Schulbesuch geprägt. An den schulfreien Tagen verläuft er hingegen sehr abwechslungsreich. Die Kinder waschen ihre Wäsche und  helfen bei den unterschiedlichsten Arbeiten wie Kochen, Müllentsorgung, Fischen.  Natürlich bleibt auch Zeit für Besuche bei Verwandten, Spiel und Spaß, kurze Ausflüge oder auch nur in der Hängematte Ausruhen.  Neu waren für mich  die Einladungen zu Feierlichkeiten wie Hochzeiten und Zeremonien in der Pagode.

In den drei Monaten konnte ich auch meine Rolle als Patin genießen. Ein Teil meiner Freizeit verbrachte ich gemeinsam mit meinem Patensohn. Wir führten  interessante, aber auch lustige Gespräche, besuchten Verwandte, machten Ausflüge. Für diese Möglichkeit bin ich sehr dankbar.

Ich fahre nun mit vielen Erfahrungen nach Hause. Viele werden mir lange in Erinnerung bleiben und manche, da bin ich mir sicher, ein Leben lang.

Herzlichen Dank für die Zusammenarbeit und die herzliche Gastfreundschaft.
Linde Breininger

Ab ins Gemüse

Ab ins Gemüse

Die kambodschanische Landschaft hat sich in der Trockenzeit schnell verändert, die sattgrünen Reisfelder verwandelten sich in braune Wiesen. Doch nach den ersten Schauern in den letzten Wochen und zusätzlicher Bewässerung aus den kleinen Teichen rund ums Kinderdorf konnten nun die Gemüsefelder endlich wieder bestellt werden! Auf dem Feld im Kinderdorf wachsen nun wieder die verschiedensten Gemüsesorten. 

Das in der kambodschanischen Küche sehr beliebte Water Grass konnte als Erstes gepflanzt werden. Die spinatähnliche Pflanze wird gerne in Suppen- und Eintopfgerichten verwendet, aber auch in Nudelgerichten ist sie oft zu finden.

Auch Salatgurken werden gerne in verschiedenen Gerichten verwendet, als kleine Salatbeilage oder im Lok Lak, einem leckeren kambodschanischen Fleischgericht. An den von unseren Arbeitern errichteten Bambusgerüsten klettern bereits die ersten Pflanzen hoch, und schon bald dürfen wir uns über saftige Tomaten freuen!

Durch den Anbau unseres eigenen Gemüses können wir nicht nur auf eine biologische und gesunde Herkunft des Gemüses vertrauen und Geld einsparen, sondern auch unseren Kindern aufzeigen, mit welchem Aufwand dieser Anbau verbunden ist. So können wir ihnen einen verantwortungsvollen und wertschätzenden Umgang mit Lebensmitteln mit auf ihren Weg geben.

Dominik Kratzer

österreichischer Auslandsdiener in Kambodscha

Der König der Mönche

Der König der Mönche

Letzte Woche haben wir einen besonderen Gast in einer der Pagoden in der Nähe von Tani empfangen. Der sogenannte “König der Mönche”, der Ranghöchste im kambodschanischen Buddhismus, hat sich für einen Kurzbesuch angemeldet. Die Pagode, in der die Willkommenszeremonie abgehalten wurde, hat zusammen mit über 100 anderen Gästen auch die Kinder aus unserem Kinderdorf eingeladen. 

Als wir bei der Pagode ankamen, war bereits ein festlich dekoriertes Zelt aufgebaut. Gemeinsam mit den Mönchen, die aus der Region angereist waren, warteten die Kinder „geduldig und gespannt“ am roten Teppich auf die Ankunft der Gäste.

Wenigstens war inzwischen Zeit für den einen oder anderen Spaß, so verging das Warten trotzdem sehr schnell und unsere Kids hatten einen lustigen gemeinsamen Nachmittag.

Dann kam unser Gast zusammen mit den Mönchen seiner Pagode und einer Schar an Sicherheitsleuten bei uns in Tani an. Herzlich wurden sie von allen Besuchern willkommen geheißen.

Die Zeremonie startete und der Bürgermeister sowie Vertreter der Pagode und des Bezirks begrüßten den Mönch aus Phnom Penh. Bevor er seine Predigt begann und den Segen über die Besucher aussprach, wurde unserer jüngsten Hausmutter Ma Tui eine besondere Ehre zuteil: sie durfte die Zeremonie mit dem kambodschanischen Gebetsgesang einleiten.

Wir sind dankbar, dass wir an dieser beeindruckenden Zeremonie mit den besonderen Gästen teilnehmen durften.

Dominik Kratzer
Auslandsdiener in Kambodscha

SES-Expertin Linde

SES-Expertin Linde

Linde Breininger hat kürzlich 3 Wochen in einem Pflegeheim für querschnittsgelähmte Menschen in Indien verbracht, jetzt ist sie bei uns im Kinderdorf Tani!

Linde ist diplomierte Gesundheits- und Krankenschwester und hat in verschiedenen Bereichen der Pflege wie Hauskrankenpflege, Altenpflege und im Krankenhaus gearbeitet und viel Erfahrung gesammelt. 2013 hat sie ihren Ruhestand angetreten. Zusätzlich hat sie Ausbildungen in verschiedenen Bewegungskonzepten wie zum Beispiel Kinästhetik. Die gebürtige Steirerin lebt sehr gesundheitsbewusst und ist interessiert in Yoga und gesunder Ernährung. 

Im Kinderdorf wird Linde für Schulungen im Bereich der Gesundheitsvorsorge und Hygiene zuständig sein. Zusätzlich wird sie die Fortbildung der Hausmütter durchführen.

Für die nächsten 3 Monate wird sie uns im Kinderdorf unterstützen, wir freuen uns schon sehr auf die Zusammenarbeit!

Dominik Kratzer
österreichischer Auslandsdiener in Kambodscha

Vorarlberg-Tani-Kep – eine ganz besondere Begegnung

Vorarlberg-Tani-Kep – eine ganz besondere Begegnung

Liebe PatInnen, liebe Leser unserer Homepage,

immer wieder einmal habe ich Ihnen in den letzten Jahren Geschichten aus unserem Kinderdorf in Tani erzählt. Vor allem handelten sie von meinen schönen Erlebnissen dort in Kambodscha. 

Heute aber erzähle ich gern einmal von einer besonders eindrucksvollen Begegnung in Österreich. Ich selbst lebe ja in Deutschland, aber ich reise gelegentlich in das  schöne Vorarlberg, um dort unseren Paten zu begegnen und mit dem Vereinsvorstand wichtige Absprachen zu treffen. Aber diesmal war alles ganz anders!

Vater Albeiro, der Leiter des Ausbildungszentrums unserer Kinder  in Kep/Kambodscha Don Bosco, wollte eine Reise durch Europa unternehmen und uns bei dieser Gelegenheit einmal in Vorarlberg besuchen. 

Und nun war Vater Albeiro tatsächlich da! 

Ich habe ihn vor 5 Jahren in Kambodscha kennen gelernt, und da begann unsere Zusammenarbeit.

Immer wieder bin ich ihm bei meinen jährlichen Besuchen begegnet. Inzwischen hat sich eine gute Kooperation zwischen unserem Kinderdorf und Don Bosco entwickelt. Unsere erwachsen werdenden Kinder haben alle die Möglichkeit, dort eine Ausbildung zu erhalten und damit ihre Zukunft zu sichern. 

Ich hatte u.a. auch die schöne Gelegenheit, einigen unserer Paten das  Ausbildungszentrum von Vater Albeiro in Kep zu zeigen.

Liebe Paten, 

inzwischen sind einige unserer Kinder bereits Absolventen und haben in den Einrichtungen von Don Bosco sehr viel für ihr Berufsleben gelernt. Sie werden auf Grund ihres hohen Ausbildungsgrades gern in etablierten Hotels angestellt und sind damit für die Zukunft gut abgesichert.

Nun hat Vater Albeiro während seines Besuches bei uns die Gelegenheit genutzt, Paten und interessierten Gästen viel über die Ausbildungsmöglichkeiten bei Don Bosco zu erzählen und Fragen zu beantworten. Derzeit werden 6 junge Leute in 3 verschiedenen Ausbildungsstätten in Kambodscha in unterschiedlichen Berufen ausgebildet. In den Ferien und an freien Tagen kommen sie zurück ins Kinderdorf. Dort wird immer ihr Zuhause bleiben.

Bei dem Treffen in gemütlicher Runde gab es viele interessante Gespräche untereinander, denn gerade erst waren 2 Patinnen von einem Besuch im Kinderdorf zurückgekehrt.

Unser lieber Gast hatte aber auch Gelegenheit, sich im winterlichen Rankweil umzusehen und an einem Gottesdienst in der herrlichen Basilika mitzuwirken. Nicht nur für mich war das ein ganz besonderes, eindrucksvolles Erlebnis.  

Herzliches Dankeschön an Vater Albeiro und gute Weiterreise nach Amerika!

Viele Grüße aus Deutschland
Ursula Beyer