HNO-Check im Kinderdorf

HNO-Check im Kinderdorf

Über hundert Kinder und Erwachsene im Kinderdorf – was war da los? Vergangene Woche gab es in Tani buntes Treiben und viel zu sehen. Fünf Ärzte der NGO HOPE Cambodia kamen zu Besuch und boten einen gratis Check von Hals-Nasen-Ohren für alle an. Unser Direktor Veasna hatte den Gesundheitscheck organisiert und dazu auch das zweite Kinderdorf in der Nachbarschaft eingeladen.

  
Alle Kinder und Jugendliche, Hausmütter, Arbeiter und Direktoren wurden, im kurzerhand zum Arztzimmer umfunktionierten Speisesaal des Kinderdorfs, untersucht. Für die kleinsten war die Untersuchung durch die ÄrztInnen mit Gesichtsmaske und Arztinstrumenten ein großes Abenteuer, die großen zeigten sich sehr interessiert und beobachteten die Ärzte teilweise für mehrere Stunden aufmerksam bei ihrer Arbeit.


Gut, dass die Untersuchung für alle super verlaufen ist und die Kinder und Mitarbeiter bis auf wenige Kleinigkeiten keine Probleme im HNO-Bereich haben. Eine weitere Untersuchung der Augen und eine Impfmöglichkeit sollen in den nächsten Monaten folgen.


Der Besuch der Ärzte hatte aber noch einen zusätzlichen schönen Nebeneffekt. Er bot für die älteren Jugendlichen die Gelegenheit mit zwei Medizinstudentinnen über die Entscheidung zur Berufswahl, das Studium in Phnom Penh und das Leben in der Großstadt zu sprechen. Ein wichtiges Thema, denn in wenigen Monaten werden erneut einige Jugendliche die Highschool beenden und den großen Schritt ins Leben außerhalb der Kinderdorffamilie machen. Wir sind gespannt für welchen Weg sie sich entscheiden und stehen ihnen mit Rat und Tat zur Seite.

Tani wird unterstützt von

Hermann Gmeiner

„Ich weiß nichts Besseres, einem Kind zu helfen, als ihm eine Mutter zu geben, Geschwister zu geben, ein Haus, ein Dorf zu geben“

Über uns

Ziel des Projekts „Tani – Perspektiven für Kinder in Kambodscha“ ist es Waisen- und bedürftigen Kindern ein Leben in einem sicheren Zuhause, Zugang zu Bildung und ein kindergerechtes Aufwachsen zu ermöglichen.

Suasdei Chnam Thmey

Suasdei Chnam Thmey

Weihnachten im April – so fühlt sich Khmer Neujahr in Kambodscha an. Das ganze Land wird mit Lichtern und Girlanden geschmückt und alle fiebern dem größten Familienfest in Südostasien entgegen. Die Märkte werden gestürmt und große Festessen vorbereitet, viele Restaurants, Geschäfte und Sehenswürdigkeiten sind an den Feiertagen geschlossen und die Straßen sind noch überfüllter als normalerweise.

Tradition trifft Moderne
Bei den Pagoden werden tagsüber traditionelle Rituale und Feiern abgehalten, abends locken Jahrmärkte mit Musik, Essensständen und Spielen viele vor allem junge Besucher an. Übrigens, wer trocken bleiben möchte, sollte an den Feiertagen zuhause bleiben. Denn Neujahr ist die Zeit der Wasserspiele. Die jungen Kambodschaner laufen oder fahren mit Wasserpistolen und Eimern bewaffnet durch die Straßen und duschen alle, die ihnen über den Weg laufen.

Traditionell übergossen nur die Kinder in einem Ritual ihre Eltern mit Wasser und erhofften sich davon Glück, langes Leben und guten Rat. Sie knieten dabei nieder und entschuldigten sich für ihr Fehlverhalten im letzten Jahr. Die SchülerInnen in Don Bosco haben diese alte Zeremonie bei einer Feier dieses Jahr abgehalten. In Tani hielten sich die Kids an die moderne Variante: Der Remork wurde kurzerhand zum Wasserfahrzeug umfunktioniert und am Pagodeneingang eine große Wasserschlacht mit den Nachbarn abgehalten.

Neujahr im Kinderdorf
Während viele Kinder und Jugendlichen Khmer Neujahr bei ihren Verwandten verbringen, kommen andere Ehemalige auf Besuch vorbei. Da die Hausmütter aber bei ihren Familien sind, müssen sich die Kinder selbst versorgen. Dank eines tollen Ausflugs nach Kampot mit unserem SES Experten Karl und seiner Frau Maria und mit tatkräftiger Unterstützung unseres Zivis Raffael, gab es auch an diesen drei Tagen leckeres Essen. Nach intensiven Feiertagen kehrt nun wieder der Alltag  ins Kinderdorf ein und man merkt, dass sich die Kinder  auch schon wieder auf die Schule und ihre Schulfreunde freuen 😊

  

Tani wird unterstützt von

Hermann Gmeiner

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Science Fair

Science Fair

Wie in Österreich wird auch in Kambodscha die letzte Unterrichtswoche vor Semesterschluss meist „etwas lockerer“ gestaltet. Unsere Highschool in Tani nutzte diese Woche, um mit den Kindern eine Projektwoche zu veranstalten.

Die Chea Sim Highschool ist eine der saubersten und plastikfreisten Schulen in ganz Kambodscha. Dieses Jahr gewannen sie sogar einen Preis, der ihnen ermöglichte, eine kleine Wissenschaft- und Technik-Messe für die Kinder zu veranstalten. Die Aufgabe der Schüler war dabei, klassenweise Modelle zu bauen und diese dann der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Unsere Kinder machten natürlich auch mit. Zum Beispiel bauten zwei unserer Burschen ein voll möbliertes Haus aus etwas Karton, Holzstäbchen und Heißkleber. Nach vielen fleißigen Stunden (viel Heißkleber) und nur einen Tag vor der Ausstellung war ihr Einfamilienhaus mit Vorgarten fertig.

Der Fleiß hat sich aber gelohnt, denn sie bekamen nicht nur viele interessierte Blicke, sondern gewannen auch jeweils ein T-Shirt!

Aber auch die anderen Kinder hatten viele kreative Ideen. Eine Klasse baute die gesamte Anlage der Schule nach. Eine andere Gruppe plante ihr Traumhaus und ein paar bauten einen Modellkran und setzten dabei auch noch ihr Hydraulikwissen um.

Alles in allem hatten die Kinder eine super Zeit und vor allem wurde auch die letzte Schulwoche  vor Semesterschluss gut genutzt!

Raffael Wendlinger

Auslandsdiener in Kambodscha

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Ein neuer Kompost für Tani

Ein neuer Kompost für Tani

Wohin mit dem Müll? Diese Frage wird in Kambodscha fast überall gleich beantwortet: „Müll wird verbrannt“. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, den Kindern und Jugendlichen aufzuzeigen, dass Müll nicht immer Müll sein muss. Oft werden Dinge weggeworfen, die an anderer Stelle noch Wert besitzen, wiederverwendet werden können oder anderen Nutzen stiften können.

Dünger für die Felder
Als gutes Beispiel haben wir gemeinsam in mühevoller Handarbeit einen neuen Kompost neben den Feldern gebaut. Die Gemüse- und Obstabfälle aus der Küche können nun hier verrotten und hoffentlich in einiger Zeit als guter Dünger auf die Felder ausgebracht werden. Dass es in Kambodscha aber nicht so leicht ist einen funktionstüchtigen Kompost zu bauen, haben wir sehr rasch bemerkt.

Heiß und Nass – eine Herausforderung
In der Trockenzeit ist es so heiß, dass er austrocknet, in der Regenzeit wird er überflutet. Die Hühner haben den Kompost schon am ersten Tag als Snackbar entdeckt und ordentlich umgegraben. Es mussten also schnell einige Änderungen erfolgen. Nun ist der Umbau abgeschlossen und die Kinder wissen, dass sie die Bio-Abfälle auf den neuen Platz bringen können.

Bewusster Umgang mit Ressourcen
Auch beim Bau des Komposts haben wir auf natürliche Materialien gesetzt: Die Pfähle und Sprossen sind aus Bambus aus unserem Garten, das Dach besteht aus getrocknetem Gras von einem kleinen Shop in Tani. Nur zum Befestigen haben wir einige Nägel und Drähte benötigt. Bei Baumaterial sind die Arbeiter im Kinderdorf übrigens sehr erfinderisch und produzieren kaum Abfall. Das alte Wellblechdach wird als Abdeckung für kleine Setzlinge wiederverwendet, Werkzeuge werden so oft repariert, bis sie wirklich auseinanderfallen und die kleinsten Holzstücke finden einen neue Einsatzort in der Werkstatt. Der bewusste Umgang mit Ressourcen ist also in manchen Bereichen noch viel deutlicher ausgeprägt als in Europa!

Hermann Gmeiner

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Trockenzeit in Kambodscha

Trockenzeit in Kambodscha

Trockenzeit in Kambodscha

Die Landschaft in Kambodscha hat sich in den letzten Monaten sehr verändert. Als ich im Juni 2018 in Kambodscha angekommen bin, erblühte die Landschaft in vielen verschiedenen Grüntönen. Die Reisfelder und die Teiche waren voller Wasser.

Doch nun ist Trockenzeit und es hat schon seit über 2 Monaten nicht mehr geregnet. Die Reisfelder sind dürr und braun. Die Teiche sind teilweise schon ausgetrocknet und der Grundwasserspiegel sinkt Tag für Tag. Wir hier im Kinderdorf sind aber auf Wasser angewiesen. Damit unser Gemüse weiter wächst, müssen wir deshalb das Wasser von einem Wasserspeicher nahe des Kinderdorfes pumpen.

Nicht nur die Landschaft hat sich verändert, sondern auch die Temperaturen. Während der Mittagszeit steigt das Thermometer auf bis zu über 40°C an. Bei solchen Temperaturen ist es anstrengend zu arbeiten und deshalb machen die Kambodschaner gerne ein Nickerchen in der Hängematte.

Benedikt Ammann
österreichischer Auslandsdiener in Kambodscha

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Computerunterricht

Computerunterricht

Seit mittlerweile 2 Monaten ist die großzügige Sachspende von einem unserer Unterstützer im Einsatz. Die Rede ist von unserem neuen Projektor. Wir konnten dadurch bereits so manche Projekte umsetzen und was noch viel wichtiger ist, mit unserem Computerunterricht beginnen!

Von einfachen Computer-Einführungen mit den Kleinsten bis hin zu Spiele-Entwicklungen mit den Älteren haben wir schon viel ausprobiert.

Unser Fokus liegt aber nicht nur darin, neue Interessen zu wecken, sondern auch darin, ihnen etwas Brauchbares für ihr zukünftiges Arbeitsleben mitzugeben. Gleichzeitig mit dem 10-Fingersystem haben wir mit Word und Excel angefangen und ihnen gezeigt, was alles damit möglich ist.

Nachdem unsere Kinder sehr fleißig waren und mittlerweile von den Office-Programmen gelangweilt sind und immer von Computerspielen reden, haben wir uns die Software „Scratch“ angeschaut. Damit kann man relativ einfach Spiele aus vorgefertigten Programmier-Blöcken „zusammenbauen“, womit man spielerisch das Programmieren erlernt.

Nicht nur das war etwas Besonderes für die Kinder, sondern auch die Malprojekte, die wir damit umgesetzt haben.

Das, was den Kindern aber noch immer am besten gefällt, sind trotzdem die Filmabende, durch den neuen Projektor fast schon Kinoabende!

Raffael Wendlinger

Auslandsdiener in Kambodscha

Hermann Gmeiner

"Ich weiß nichts Besseres, einem Kind zu helfen, als ihm eine Mutter zu geben, Geschwister zu geben, ein Haus, ein Dorf zu geben"

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