Alles für die Gesundheit – Arztbesuche in Tani

Alles für die Gesundheit – Arztbesuche in Tani

„An apple a day keeps the doctor away.“ Wie der englische Spruch es gut beschreibt: Ein Apfel am Tag hält den Doktor fern. Dennoch bleibt einem der Arzt leider nicht immer erspart. Von Vorsorgeterminen bis hin zu Facharztbesuchen – den Kids in Tani stehen bei Bedarf alle Möglichkeiten zur Verfügung.

Vorherige Woche hatten alle Kinder und Jugendlichen den jährlichen Zahnarzttermin in der „Tani Dental Clinic“. Wie der eine oder andere es bestimmt von sich selbst kennt, war nicht allen Kindern ganz wohl beim Zahnarzt. Die Ärzte waren daher sehr bemüht und einfühlsam. Es wurden jeweils drei Kinder gleichzeitig behandelt, weil im Behandlungsraum drei Ärzte tätig waren. Dadurch wurde die Wartezeit für die anderen Kinder verkürzt und sie konnten gruppenweise wieder in das Kinderdorf gebracht werden.

 

Die Kids sind durch regelmäßige Hygiene und ausgewogene Ernährung gut versorgt, dennoch kommt es natürlich hin und wieder vor, dass einzelne Kinder krank werden. Hier in Tani gibt es einige Hausärzte, die einem bei kleineren gesundheitlichen Problemen helfen können.

Sollte es dann doch einmal etwas Ernsteres sein oder ein Facharzt benötigt werden, fahren wir meistens in das „Sonja Kill Memorial Hospital“ nach Kampot. Von der typischen Krankenhausatmosphäre, wie man sie aus Europa kennt, fehlt hier jede Spur. Das Gebäude ist offen gebaut, weshalb Patientinnen und Patienten im freien zwischen Grünflächen und Bäumen darauf warten, aufgerufen zu werden. Die Krankenakten werden per Hand verfasst und benötigte Medikamente können direkt bei der krankenhauseigenen Apotheke gekauft werden.

Alles in allem sind wir froh, dass unsere Kinder grundsätzlich sehr gesund sind und wir Ärzte nur hin und wieder benötigen. Denn was gibt es schöneres als glückliche und gesunde Kinder?

Hermann Gmeiner

 

„Ich weiß nichts Besseres, einem Kind zu helfen, als ihm eine Mutter zu geben, Geschwister zu geben, ein Haus, ein Dorf zu geben“

 

Tani wird unterstützt von

 About us:

 

 

 

Ziel des Projekts „Tani – Perspektiven für Kinder in Kambodscha“ ist es Waisen- und bedürftigen Kindern ein Leben in einem sicheren Zuhause, Zugang zu Bildung und ein kindergerechtes Aufwachsen zu ermöglichen.

 

 

Pchum Ben: hungrige Geister und selbstständige Tani-Kids

Pchum Ben: hungrige Geister und selbstständige Tani-Kids

Doch wie feiern Kambodschanerinnen und Kambodschaner eigentlich Pchum Ben? Und was haben wir im Kinderdorf in dieser Zeit erlebt? Das und mehr erfahrt ihr im nachfolgenden Bericht.

Pchum Ben, in Khmer „បុណ្យភ្ជុំបិណ្ឌ“, ist auch bekannt als das Fest der Vorfahren oder der hungrigen Geister. Kambodschanerinnen und Kambodschaner gedenken den verstorbenen Angehörigen im Zuge des 15-tägigen religiösen Festes, welches dieses Jahr rund um den 28. September seinen Höhepunkt gefunden hat.

In dieser Zeit haben viele Kinder die Möglichkeit Verwandte wie beispielsweise Großeltern zu besuchen. Die Kinder freuen sich immer sehr darüber! Die restlichen Kinder bleiben im Kinderdorf und verbringen die Feiertage gemeinsam in der Tani-Familie.

Da die Hausmütter für ein paar Tage frei haben, können die Kinder ihre Selbstständigkeit unter Beweis stellen. Es ist beeindruckend zu beobachten wie gut die Kinder den Alltag zusammen organisieren. Essen wird gepflückt, eingekauft und gekocht, aber vor allem wird gemeinsam gespielt, geplaudert und gelacht.

Die mehrmaligen Besuche in Pagoden kommen dabei natürlich auch nicht zu kurz! Besonders viel Freude bereitet es den Kindern am Abend zu den vielen Essensständen zu spazieren, die sich rund um jede Pagode versammeln. Dort tanzt man zu lauter Khmer-Musik und verbringt Zeit mit Freunden.

Insbesondere traditionelle Rituale werden mit viel Liebe zum Detail durchgeführt. So versammelten am letzten Tag des Pchum Ben Festes sich eine Handvoll Kinder und schnitten Papiersilhouetten als Symbol für die Verstorbenen aus. Räucherstäbchen wurden angezündet und mit einem großen Tablett voller Essen und Getränke für die Geister in die Küche gestellt. Das restliche Essen und die Papiergeister schickten die Kids auf einem Boot über ein Gewässer weg. In diesem Sinne reisen die Geister zurück zu ihrem Herkunftsort, das Gedenkfest klingt schön langsam aus und der Alltag kehrt wieder ein.

Hermann Gmeiner

 

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Bei uns in Tani ist immer etwas los!

Bei uns in Tani ist immer etwas los!

Abwechslungsreich, produktiv und fröhlich sind die ersten Ausdrücke die einem einfallen, wenn man an den Kinderdorf-Alltag denkt. Doch was genau passiert eigentlich im alltäglichen Leben der Tani-Familie?

Gemeinsam sind wir stark!
Sobald die Kokosnüsse auf der Palme im Garten reif zum Essen sind, helfen alle zusammen. Zuerst werden die Kokonüsse von der Palme gepflückt, anschließend aufgeschlagen und schon können sie genossen werden.

Genauso bleibt auch beim Basteln niemand alleine. Mit Freude lernen die Kinder Origami-Falttechniken und gestalten ganze Blumensträuße. Das Malen mit Wasserfarben gefällt den Kleinsten besonders gut.

Der Kreativität sind ebenfalls beim Frisieren keine Grenzen gesetzt. Untereinander flechten die Mädchen mit Ausdauer und Liebe zum Detail wunderschöne Frisuren. 
Außerdem finden die Kinder immer wieder Freude am Uno spielen und essen gerne erfrischendes Wassereis.

Feste feiern und Neues lernen
Jedes Monat heißt es „Happy Birthday“, „Alles Gute“ und „រីករាយ​ថ្ងៃ​កំណើត“! Auch im September fand eine Geburtstagsparty für alle Kinder, die in diesem Monat geboren wurden, statt. Im Zuge der Feier wird unter anderem das Geburtstagslied in allen drei Sprachen gesungen, Sternwerfer und Kerzen angezunden sowie leckerer Kuchen gegessen.

Nicht nur Geburstage, sondern auch religiöse Feste werden gefeiert. Anlässlich des aktuell stattfindenden Pchum Ben, dem Fest zum Gedenken der Verstorbenen, gehen viele fast täglich in die Pagode, um zu Singen, zu Beten, zu Essen und gemeinsam zu Musizieren.

Voneinander und vor allem miteinander lernen steht im Kinderdorf groß geschrieben. Regelmäßig findet Englischunterricht für die Kinder, zwei Lehrerinnen aus Tani und die Hausmütter, statt. Doch auch beim Computerunterricht, Yoga und Volleyball spielen sind die Kinder immer wieder gerne dabei.

Hermann Gmeiner

 

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Ein kleiner Einblick in den Buddhismus

Ein kleiner Einblick in den Buddhismus

Kaum hatten alle den schwarzen Rock und die weiße Bluse angezogen, ging es schon los in Richtung Pagode. An einem Dienstagvormittag wurden wir von einem Mönch, der in engerem Kontakt mit dem Kinderdorf steht, zum gemeinsamen Beten eingeladen.

   

Mönche, buddhistische Gebete und kleine Vierbeiner
Gerade am Gelände der Pagode angekommen, begegneten wir den ersten Mönchen in ihren orangefarbigen Gewändern. Nach ein paar kurzweiligen Gesprächen und süßer Eiscreme für die Kinder, fanden wir uns auch schon bald in der Pagode kniend wieder. Die buddhistische Messe setzte sich aus traditioneller Khmer-Musik, Sprechgesang und Gebeten zusammen. Doch zwischen den vielen Kambodschanerinnen und Kambodschanern hatten sich zur Freude der Kinder auch kleine Kätzchen versteckt.

Nachdem die Mönche im Zuge der Zeremonie gegessen hatten, zogen sie nach der Reihe aus der Pagode aus – zuerst die älteren und anschließend die jüngeren Mönche. Anschließend durften die Kambodschanerinnen und Kambodschaner zusammen in der Pagode essen.

Mönchebesuch im Kinderdorf
Am nächsten Tag besuchten uns zwei der buddhistischen Mönche vom Vortag, um mit uns gemeinsam zu essen. Zur traditionellen Begrüßung dieser zogen wir unsere Schuhe aus, knieten uns auf den Boden, falteten die Hände zusammen und verbeugten uns mehrmals.

Die Mönche brachten Samen zum Pflanzen von Bäumen und viele Früchte mit. Voller Freude ließen es sich die Kinder gut schmecken. Zum Abschluss fand noch ein gemeinsames Mittagessen statt – das war ein Festmahl!

Hermann Gmeiner

 

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Laufen für den guten Zweck

Laufen für den guten Zweck

Liebe TANI-Freunde!

Am Sonntag, dem 29. September 2019, startet der große Rundenlauf für TANI in Rankweil. Nachdem die Rankweiler Pfadfinder schon 2013 einen – trotz schlechten Wetters – ausgesprochen erfolgreichen Rundenlauf organisiert haben, findet dieser heuer zum 10-Jahr-Jubiläum des Kinderdorfs TANI wieder statt.

Ganz herzlich laden wir euch alle ein dabei zu sein und freuen uns auf viele laufbegeisterte BesucherInnen!

Wir bitten euch alle, das angehängte PDF zur Veranstaltung an Freunde, Bekannte, Vereins- und ArbeitskollegInnen, etc. weiterzuleiten und VIEL Werbung für diese tolle Veranstaltung zu machen!

Da es auch ein buntes Musikprogramm mit ausgezeichneten Musikern wie z.B. George Nussbaumer oder Alex Sutter geben wird, Köstlichkeiten aus dem TANI-Kochbuch angeboten werden, es eine Verlosung gibt und vieles mehr – ist sicher für jeden etwas dabei!

Also nicht zögern, gleich anmelden und viele Freunde motivieren – es wird sicher ein Fest mit viel Freude und guter Stimmung.
Und natürlich alles für unser Kinderdorf TANI!

Bedanken möchten wir uns schon jetzt bei den Rankler Pfadis – sie leisten wieder mal Großartiges!
Danke auch an alle MusikerInnen, die Gastwirte und HelferInnen, die alle ehrenamtlich auftreten und arbeiten – diese Unterstützung ist einzigartig!

Ich hoffe, wir sehen uns am 29. September!

Gabi Thurnher

Für den Vorstand „TANI Perspektiven für Kinder in Kambodscha“

Hier finden Sie den Link zum Download der PDF-Datei.

It’s a wrap – ein schöner Abschluss

It’s a wrap – ein schöner Abschluss

Donnerstag 6:30 Uhr mein Handy klingelt und ich erhalte die gute Nachricht: “I’m on my way”. Zum Glück! Bis zum Schluss war nicht klar, ob unser Gast die Reise nach Tani antreten kann, da die Überschwemmungen und der Dauerregen in Kampot die Fahrt erschwerten. Doch an diesem Tag schien die Sonne – ein gutes Omen, denn es wurde ein wunderbarer Tag.  

Der Name ist Programm
Als ich vor acht Monaten nach Tani kam, nahm ich mir vor den Namen der NGO zu beherzigen – Perspektiven für Kinder in Kambodscha. Mir war bewusst, dass ich in vielen Dingen auf Grund der Sprachbarriere, der kulturellen Unterschiede und der Gegebenheiten vor allem selbst dazu lernen, aber nur bedingt zur Weiterentwicklung des Projekts beitragen konnte. Doch was ich jedenfalls konnte und wollte, war es den Jugendlichen im ländlichen Kambodscha Perspektiven für die Zeit nach der Schule aufzuzeigen, die außerhalb ihrer persönlichen Erfahrungen im Dorf lagen.

Entrepreneurship Workshop
Der Workshop an diesem Donnerstag in meiner vorletzten Woche war bestimmt eines der Highlights meines Einsatzes und hat genau diesen Zweck erfüllt. Sam Ath, der Manager der erfolgreichen Studentenfirma Butterflytours in Kampot, besuchte uns in Tani und sprach mit den Jugendlichen über seinen Berufsweg und das Abenteuer Unternehmertum. Ich hatte ihn bei einer Reise kennengelernt und war von diesem jungen Mann und dem Business so begeistert, dass ich ihn als Teil der „Berufsorientierung“ im Kinderdorf gewinnen konnte.

Er verstand es auch die jungen Menschen zu begeistern! Mit der richtigen Mischung an Humor, Wissen und Sympathie gelang es ihm, den Jugendlichen in kurzer Zeit das Thema Entrepreneurship zu vermitteln. In Kleingruppen entwickelten sie selbst Geschäftsideen, die wirtschaftlich erfolgreich und gleichzeitig zum Wohlergehen der Gemeinschaft beitragen. Die aktive Mitarbeit und das Ergebnis machten mich sehr stolz! In einer Gruppe entstand die Idee für eine biologische Anbaugemeinschaft in Tani, die das geerntete Gemüse und Obst gemeinsam an Restaurants, Shops und Privatpersonen vermarktet. Die andere Gruppe erarbeitete ein Geschäftsmodell für ein professionelles Hochzeits-Catering mit Bio-Lebensmitteln.

Was bleibt nach acht Monaten?
Was bleibt nun wenn ich zurückblicke? Für mich bleibt eine sehr prägende Zeit, mit vielen schönen und herausfordernden Momenten. Es bleibt die Erinnerung an Exkursionen zu Schulen und Universitäten, der Kontakt mit anderen NGOs, ein bisschen Khmer-Kenntnisse und viel Erfahrungen im privaten und beruflichen Umgang mit Menschen einer komplett neuen Kultur. Und ich hoffe, dass auch die Jugendlichen einige Gespräche in Erinnerung behalten und mit Motivation und Engagement an ihrer eigenen Zukunft bauen!

Ich wurde in den letzten Tagen oft gefragt, ob ich Tani bald vergessen werde. Ich kann jedoch versprechen: Ich werde die Zeit und die Menschen hier nie vergessen. Sie werden immer einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen haben!

Lisa Tamina Panhuber, Voluntärin in Tani 

Liebe Lisa,

du hast unser Kinderdorf mit deinem großartigen Engagement für alle Kinder sehr bereichert!
Wir danken dir sehr herzlich für deinen vorbildlichen Einsatz, deine Ideen und Recherchen,
deine guten zukunftsorientierten Gedanken und Konzeptvorschläge und deine Unterstützung
unserer Jugendlichen bei ihrer Berufsfindung.
Wir wünschen dir alles Gute für deine Zukunft!

Vorstand Österreich und Deutschland „TANI – Perspektiven für Kinder in Kambodscha“

Hermann Gmeiner

 

„Ich weiß nichts Besseres, einem Kind zu helfen, als ihm eine Mutter zu geben, Geschwister zu geben, ein Haus, ein Dorf zu geben“

 

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